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Assekuranz Zurich: Coronakrise trifft den Versicherer vergleichsweise wenig

Covid-19 wird mit 450 Millionen Dollar zu Buche schlagen. An seiner Dividendenpolitik will der Konzern festhalten.

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Der Konzern gehört mit einer Dividendenrendite von fast sechs Prozent zu den dividendenstärksten Unternehmen der Schweizer Börse. Quelle: dpa

Die Zurich Insurance Group ist im Branchenvergleich bislang glimpflich durch die Coronakrise gekommen. In der Schaden- und Unfallversicherung geht Europas fünftgrößter Versicherungskonzern weiterhin von Covid-19-bedingten Schäden von netto rund 450 Millionen Dollar aus.

Deutlich mehr dürfte es wohl auch nicht werden, wie Finanzchef George Quinn am Donnerstag andeutete. „Ich kann Ihnen keine Prognosen für das vierte Quartal oder die Zeit in 2021 hinein geben“, sagte er. „Aber es ist heute unsere beste Schätzung, entsprechend dem, was wir an Reaktionen von Regierungen und wahrscheinlichen Auswirkungen sehen. Wir erwarten davon keine bedeutenden Auswirkungen auf die Gruppe.“

Andere Branchenvertreter hatten über deutlich stärkere Einbußen berichtet. Dem benachbarten Rückversicherer Swiss Re etwa brockte die Viruskrise in den ersten neun Monaten einen Verlust von 691 Millionen Dollar ein. Auch Talanx verhagelte Schäden aus der Pandemie und die teure Hurrikan-Saison das Ergebnis.

Beim Zurich-Rivalen Allianz hingegen blieben größere Blessuren ebenfalls aus. Der deutsche Marktführer sieht den Höhepunkt der Belastungen durch die Pandemie hinter sich.

Steigende Preise

In den ersten neun Monaten steigerte Zurich in der Kernsparte Schaden- und Unfallversicherung die Prämieneinnahmen um drei Prozent auf 27,26 Milliarden Dollar. Zurich profitierte auch von anziehenden Preisen, ein Trend, der Finanzchef Quinn zufolge vor allem in Europa bei Gewerbeversicherungen anhält.

Aufgrund der starken Hurrikan-Saison und anderer Wetterkapriolen geht der Konzern allerdings davon aus, dass die Zahlungen für Schäden aus Naturkatastrophen in der zweiten Jahreshälfte höher als üblich sein werden. In der Lebensversicherung nahmen die Prämien um 19 Prozent auf 2,57 Milliarden Dollar ab, vor allem, weil der Vertrieb von Lebensversicherungen im Corona-Lockdown eingeschränkt war. Gewinnzahlen gibt der Konzern nur zum Halbjahr und am Jahresende bekannt.

Zurich verfüge weiterhin über eine starke Kapitalausstattung, sagte Finanzchef Quinn. Zu den Dividendenaussichten wollte er sich nicht äußern, merkte aber an, dass es keinen Grund gebe, von der Auszahlungspolitik abzurücken.

Der Konzern gehört mit einer Dividendenrendite von fast sechs Prozent zu den dividendenstärksten Unternehmen der Schweizer Börse - für viele Anleger der Grund, sich die Zurich-Aktien ins Depot zu legen. Zuletzt wurden 20 Franken je Aktie ausgezahlt. Dieser Betrag gilt deshalb als Untergrenze für künftige Dividenden.

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