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Chipbranche Globalwafers gibt Siltronic-Aktionären zwei Wochen mehr Zeit für Annahme des Übernahmeangebots

Siltronic-Aktionäre haben nun bis zum 10. Februar Zeit, das Übernahmeangebot von Globalwafers anzunehmen. Die Annahmeschwelle wurde gesenkt.

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Das Unternehmen ist derzeit die Nummer drei auf dem Weltmarkt für Siliziumscheiben (Wafers) zur Herstellung von Computerchips. Quelle: Reuters

Die Aktionäre des Münchner Chip-Zulieferers Siltronic bekommen zwei Wochen mehr Zeit für die Annahme des Übernahmeangebots der taiwanischen Globalwafers. Der größere Konkurrent will sich nun mit mindestens 50 Prozent der Siltronic-Aktien begnügen, wie er am Montag mitteilte. Knapp 37 Prozent hat er bereits sicher.

Bisher hatte Globalwafers einen Anteil von 65 Prozent zur Bedingung für die 4,35 Milliarden Euro schwere Übernahme gemacht, sich eine Senkung aber ausdrücklich vorbehalten. Mit der neuen Annahmeschwelle verlängert sich die Frist, in der die Siltronic-Aktionäre entscheiden können, ob sie ihre Aktien an Globalwafers verkaufen wollen, bis zum 10. Februar.

Globalwafers hatte das Angebot für Siltronic zweimal nach oben geschraubt, von ursprünglich 125 auf 145 Euro je Aktie. Das sei aber das „endgültige“ Angebot, mehr werde man nicht zahlen, hatte Vorstandschefin Doris Hsu betont.

Am Montag machte sie den Siltronic-Aktionären klar, dass es keinen zweiten Anlauf geben werde, wenn die Pläne scheiterten: Dann würde Globalwafers „stattdessen alternative Wachstumspläne verfolgen, die sich in einem fortgeschrittenen Planungsstadium befinden“. In den nächsten drei Jahren werde es auch keinen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Siltronic geben, im Zuge dessen Globalwafers ein weiteres Kaufangebot vorlegen müsste. Damit gibt Hsu das Signal: Es lohne sich nicht, auf eine spätere, höhere Abfindung zu spekulieren.

Globalwafers ist derzeit die Nummer drei auf dem Weltmarkt für Siliziumscheiben (Wafers) zur Herstellung von Computerchips. Zusammen mit der Nummer vier, Siltronic, wollen die Taiwaner zum japanischen Weltmarktführer Shin-Etsu aufschließen, der auf 30 Prozent Marktanteil kommt. Gerade die deutschen Autobauer klagen derzeit über eine Knappheit von Chips, die sie brauchen. Einige haben bereits die Produktion gedrosselt.

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