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Arbeitserleichterung Wie Virtuelle Persönliche Assistenten das Sekretariat ersetzen

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Welcher Assistent kostet mehr?

Das Problem: Bisher wurde der Service hierzulande allenfalls in englischer Sprache angeboten. Unpraktisch, wenn man Telefonate und Korrespondenz auf Deutsch abgewickelt oder auch nur einen Tisch im Restaurant reserviert haben will. Doch genau das ändert sich gerade.

So haben zwei junge Berliner vergangene Woche Strandschicht.de gestartet, den – wie sie sagen – ersten von Deutschland aus geführten VPA-Dienst. Bastian Kröhnert und Simon Barth wollen deutschsprachige Assistenten aus Polen vermitteln, zum Kampfpreis von fünf bis zehn Euro pro Stunde – je nach Tarif.

Die Geschäftsidee kam den beiden im BWL-Studium, nachdem sie in Ferriss’ Bestseller über das moderne Arbeitsleben gelesen hatten, bei dem man nur noch die allerwichtigsten Dinge selber macht und den Rest einen VPA erledigen lässt. „Das hätte ich selbst gerne, und das müsste ein Geschäftsmodell sein“, erinnert sich Kröhnert an seinen Geistesblitz.

Inder wollen deutschen Markt erobern

Der Wirtschaftswissenschaftler hat schon in jungen Jahren Anleitungen darüber verfasst, wie man Produkte aus China nach Deutschland importiert und mit Gewinn verkauft. Internationales Arbeiten war ihm also nicht fremd.

Kröhnert und Barth machten sich – zunächst über Facebook – auf die Suche nach polnischen Studenten, die sehr gut Deutsch sprachen und Lust auf einen Nebenverdienst hatten. Ihr Team umfasst bisher vier freiberufliche Mitarbeiterinnen, könnte aber „bei steigendem Bedarf ausgebaut werden“.

Die beiden sind allerdings nicht die Ersten, die den deutschen Markt mit ihrem Angebot erobern wollen: Die Inder waren schneller.

GetFriday: Neuer Dienstleister auf Deutsch

Seit Juni hat GetFriday, der größte dortige Anbieter von virtuellen Assistenten, seinen VPA-Service auch auf Deutsch im Portfolio. „Wir hatten schon immer einige Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die bisher unseren englischsprachigen Service genutzt haben“, erklärt Sunder Prakasham, CEO des Unternehmens, die jüngsten Expansionspläne.

Timo Hahn ist einer davon. Der 30-Jährige hat gerade seinen Job gekündigt, um sich als Internet Consultant selbstständig zu machen. Von seiner GetFriday-Assistentin lässt er sich zum Beispiel Texte für Web-Seiten schreiben oder Konkurrenzanalysen erstellen.

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