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Arbeitgeberranking 2024Bei diesen Unternehmen wollen Informatiker am liebsten arbeiten

Die IT-Branche gilt als zukunftssicher und innovativ. Das Arbeitgeberranking zeigt, welche Unternehmen mit diesen Attributen bei Bewerbern punkten können.Anabel Schröter 17.07.2024 - 10:52 Uhr

Gehalt und flexible Arbeitsbedingungen sind für Informatikstudierende bei der Berufsauswahl besonders wichtig.

Foto: imago images

In Deutschland fehlen Fachkräfte. Viele Unternehmen finden keine qualifizierten Bewerber mehr für die angebotenen Arbeitsplätze. Besonders betroffen sind Pflege- und Handwerksberufe. Doch auch in der IT-Branche bleiben immer mehr Plätze unbesetzt. Laut dem Branchenverband Bitkom waren im vergangenen Jahr so viele Stellen offen wie noch nie zuvor: 149.000 Stellen für IT-Experten.

Ein gutes Zeichen für Informatik-Studierende. Denn sie können sich ihren Arbeitgeber nahezu aussuchen und sich ihre Arbeit gut bezahlen lassen. Das aktuelle Arbeitgeberranking der Employer-Branding-Beratung Universum zeigt, welche Faktoren für Studierende bei der Auswahl des Arbeitgebers wichtig sind. An der Befragung nehmen jährlich rund 30.000 Studierende teil. Dabei können sie bis zu fünf Unternehmen nennen, bei denen sie besonders gerne arbeiten würden.

Auffällig bei den diesjährigen Ergebnissen: Der Faktor Innovation wird für die Studierenden bei der Berufswahl wichtiger. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Wunsch danach um drei Plätze – genauso wie der Punkt nach persönlicher Weiterentwicklung.

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Tesla stürzt weiter ab

Die beliebtesten Arbeitgeber der jungen IT-Talente bleiben dabei weiterhin amerikanische Tech-Unternehmen. Google, Microsoft und Apple sind noch das Maß aller Dinge – verlieren allerdings an Beliebtheit. Zu den großen Verlierern gehören Tesla und Volkswagen. Der Abwärtstrend von Tesla setzt sich fort. Bereits im vergangenen Jahr gehörte das Unternehmen von Elon Musk zu den Verlierern. Porsche, Mercedes und BMW konnten hingegen Plätze gut machen. Mit 32 Prozent liegt damit die Automobilbranche auf dem sechsten Platz der Studierenden im Branchenvergleich.

Rüstungsbranche weiter im Aufschwung

Einen deutlichen Sprung bei der Beliebtheit legt hingegen die Luftfahrt- und Rüstungsbranche hin. Mehr als drei Prozentpunkte nahm dieser Sektor zu. Angesichts der geopolitischen Spannungen und dem russischen Angriff auf die Ukraine erlebt die Rüstungsindustrie einen Imagewandel: Weg von verpönten Waffenhersteller hin zum Verteidiger der Freiheit. 27 Prozent der IT-Studierenden können sich vorstellen, im Luftfahrt- und Rüstungsbereich zu arbeiten. Am beliebtesten dabei ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Einer der Gewinner des Gesamtrankings ist Rheinmetall. Bei den IT-lern platziert sich das Rüstungsunternehmen nur auf Platz 35 – klettert dabei aber 13 Plätze nach oben.

Gehalt bleibt das wichtigste Argument

Wie bereits in den vergangenen Jahren bleibt das Gehalt bei der Wahl des Arbeitgebers Priorität Nummer eins. Die Studierenden erwarten durchschnittlich ein Jahresgehalt von 54.094 Euro – drei Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

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Dabei klaffen die Erwartungen für das Einstiegsgehalt von Frauen und Männern immer weiter auseinander. Während die Informatiker 56.284 Euro erwarten, rechnen die Frauen mit einem Jahresgehalt von 47.261 Euro. Daraus ergibt sich ein Gender Pay Gap von 16 Prozent – 2023 waren es nur 10 Prozent, 2022 9 Prozent.

Woran das liegt, geht nicht aus den Ergebnissen hervor. Und auch die beliebtesten Arbeitgeber und Branchen unterscheiden sich zwischen den Geschlechtern kaum. Einzig aus der unterschiedlichen Priorisierung des Gehalts lässt sich ein kleiner Rückschluss ziehen. Während Frauen das Gehalt – hinter flexiblen Arbeitsbedingungen – nur an die zweite Stelle ranken, steht es bei den Männern an vorderster Stelle – flexible Arbeitsbedingungen hingegen nur an der dritten.

Während im vergangenen Jahr viele Studierende viel Wert auf die Jobsicherheit legten, spielt dieser Faktor bei den diesjährigen Ergebnissen nur eine untergeordnete Rolle. Massenentlassungen bei Meta, SAP und Co. sorgte zeitweise für ein Beben in der Tech-Branche. Bei einigen Unternehmen kriselt es zwar weiterhin. Grundsätzlich entspannt sich die Lage – auch durch neue Innovationen.

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