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Macht anders!Schluss mit den Dresscodes!

Vorschriften, wie wir uns zu welchem Anlass zu kleiden haben, sind nicht nur furchtbar kompliziert. Sie stellen vor allem Frauen im Alltag vor ungeahnte Probleme. Höchste Zeit also, sich von ihnen zu verabschieden!Jeannine Budelmann 07.03.2022 - 09:52 Uhr
Foto: Getty Images

Vor kurzem war ich zur Besichtigung eines Militärflughafens eingeladen. Angekündigt war auch, dass wir uns in den Tiefen eines Transportflugzeugs umsehen würden. Am Vorabend der Veranstaltung warf ich zufällig noch einen Blick auf die Einladung. Dort stand der Dresscode: „Business formal“. Und das war der Auslöser für eine ganze Reihe von Ärgernissen, an deren Ende ich mich aber immerhin in meiner Überzeugung bestätigt sah: Dresscodes sind Anachromismen. Sie machen uns das Leben eher schwerer als leichter – und gehören deshalb endlich abgeschafft.

In meinem Berufsalltag kommen Dresscodes nicht vor. Vermutlich versetzte es mich auch deshalb in leichte Panik, als ich einen solchen auf der Einladung entdeckte. Ein Militärflugzeug hätte ich als Besucherin intuitiv mit flachen Schuhen, aber vor allen Dingen in einer festen Hose betreten. Aber ich war neu in dem Verein, der auf den Flughafen geladen hatte. Und ich wollte nicht direkt bei der ersten Veranstaltung unangenehm auffallen. Also zog ich kurz vor Ladenschluss noch einmal los, um mir Pumps mit der richtigen Absatzhöhe zu besorgen. Ein Kostüm in der adäquaten Länge hatte ich zum Glück. Das ist wichtig. Schließlich gilt: „Der Saum sollten stets Ihre Knie umspielen.“

Kopfzerbrechen bereitete mir der Rat zum Dresscode „Business formal“, man solle sich farblich an die Herren anpassen. An welche Herren denn? An meinen Mann, der an diesem Nachmittag in Arbeitsklamotten zu Hause den Rasen mähte?

Es kam der Tag der Veranstaltung – und die große Überraschung: Ich war die einzige, die sich vollumfänglich an den Dresscode gehalten hatte. Zwei Herren kamen noch ganz nah dran, aber bei einem passte die Hemdfarbe nicht, bei dem anderen die Musterung der Krawatte. Das Highlight: Mit dem Hacken meiner Pumps blieb ich erwartungsgemäß in einem Loch im Boden des Transportflugzeugs stecken. Ein Begleiter, so um die 70, kommentierte den Vorfall breit grinsend: „Na, das ist ja auch ein bisschen nervig mit diesen Dresscodes für die Damen“.

Nun ja, er hatte mir ein paar Jahre an Erfahrung voraus – und für sich entschieden, sich den Dresscodes nicht zu unterwerfen. Für die Treppen im Flugzeug habe ich die Schuhe dann ausgezogen. Beim nächsten Mal werden es wohl Turnschuhe sein. Die Zeiten, dass mir irgendjemand vorschreibt, wie ich mich anziehen soll, sind vorbei.

Mehr zum Thema: Logos auf Klamotten sind allgegenwärtig. Aber wie ostentativ luxuriös darf es sein? Stilberaterin Katharina Starlay meint: Mit Logos sollte man beim Büro-Outfit zurückhaltend sein.

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