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Von Bertha Benz bis Mary Barra Frauen in der Autobranche: Von Wegbereiterinnen und Tüftlerinnen

 Auf einem solchen Fahrzeug unternahm Bertha Benz 1888 die erste Fernfahrt der Automobilgeschichte von Mannheim nach Pforzheim Quelle: Mercedes-Benz

Autos galten lange Zeit nicht als Domäne der Frauen. Was nicht an den Frauen liegt. Einige spielten in der Historie des Automobils sogar eine bedeutende Rolle.

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Frauen machen Führerschein und fahren Auto – zumindest in den westlichen Staaten sind autofahrende Frauen eine Selbstverständlichkeit. Dass Frauen etwa die Entwicklung des Automobils durch wichtige Erfindungen vorangebracht haben oder mittlerweile Vorstandsvorsitzende eines Automobilkonzern sind, gehört jedoch nicht unbedingt zum Allgemeinwissen:

Die Erfindung des Automobils hängt natürlich auch mit Bertha Benz zusammen. Sie verhalf der Erfindung ihres Mannes Carl Benz zum Durchbruch. Denn weder der 1886 vorgestellte Motorwagen noch das Nachfolgemodell konnte überzeugen. Als aber 1888 Bertha Benz mit dem Typ 3 die erste Fernfahrt der Automobilgeschichte von Mannheim nach Pforzheim erfolgreich absolvierte, begann der Erfolg des Automobils. Sie gilt zudem als Erfinderin der Bremsbeläge, da sie zur längeren Haltbarkeit, Lederbeschläge auf die Bremsen befestigen ließ.

Die Amerikanerin Margaret A. Wilcox hatte die Idee zur Autoheizung. Ihre 1893 patentierte Erfindung leitet die warme Luft über den Motor zurück ins Auto und sorgte damit, dass Passagiere bei kalten Temperaturen nicht länger frieren mussten. Außerdem erhöhte ihre Erfindung die Sicherheit, da auch die Scheiben weniger schnell beschlugen.

2014 wurde Mary T. Barra zum CEO von General Motors ernannt. Quelle: REUTERS

Für einen guten Durchblick war Mary Anderson zuständig. Sie erfand 1903 einen manuellen Hebel, der vom Inneren des Fahrzeugs bedient wurde. Über ein Gegengewichtssystem bewegte sich der Wischer über die Windschutzscheibe hin und her und befreite die Scheibe von Regen. 1917 ließ sich Charlotte Bridgewater den elektrischen Scheibenwischer patentieren.

Die Erfindungen von Florence Lawrence verbesserten ebenfalls die Sicherheit im Straßenverkehr. Viele Unfälle passierten, weil andere Verkehrsteilnehmer nicht sehen konnten, ob der Voranfahrende bremste oder abbiegen wollte. Sie entwickelte 1914 einen mechanischen Signalarm, der auf Knopfdruck eine Fahne an der hinteren Stoßstange des Autos hob oder senkte, um anderen Fahrern anzuzeigen, in welche Richtung ein Auto abbiegen würde. Außerdem erfand sie Stoppschild, das sich am Heck des Autos hochklappte, wenn das Bremspedal betätigt wurde.

Frauen tüftelten aber nicht nur, sie setzten sich auch hinters Steuer, um sich Herausforderungen zu stellen. So war 1909 Alice Ramsey der erste Mensch, der von der Ost- zur Westküste der USA fuhr. Bis Frauen in der Formel 1 starten konnten, dauerte bis 1958. Maria Teresa de Filippis war die erste Frau, die sich für einen Formel-1-Grand-Prix qualifizierte.

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Eine Männerbastion im Automobilbereich konnte erst 2014 erobert werden. In diesem Jahr wurde Mary T. Barra zum CEO von General Motors ernannt.

Mehr zum Thema: Mit der Aufspaltung von Daimler wächst der Druck auf Vertriebschefin Britta Seeger. Sie soll Mercedes-Fahrer für das Elektroauto begeistern – und macht schon mal gewagte Versprechen.

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