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Netzwerke Was Studentenverbindungen für die Karriere bringen

Christoph Metzelder und Edmund Stoiber, Thomas Gottschalk und der Papst. Sie alle sind Mitglieder von Studentenverbindungen. Neben Serviceclubs gelten sie als Karrierenetzwerke. Wahrheit oder Mythos?

Berühmte Köpfe aus Studentenverbindungen
Autounternehmer Ferdinand "Ferry" Porsche jr., rechts, und sein Vater Ferdinand Porsche Quelle: AP
Spieler Christoph Metzelder Quelle: AP
former U.S. President George W. Bush Quelle: REUTERS
Papst Benedikt XVI Quelle: dapd
Der ehemalige bayerische Ministerpraesident Edmund Stoiber Quelle: AP
Der damalige nordrhein-westfaelische Ministerpraesident Juergen Ruettgers (CDU) Quelle: dapd
Der Vorstandsvorsitzende des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger Berger, Roland Koch Quelle: dpa

Theodor Heuss soll einmal gesagt haben, dass in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn das Wort „Zufall mit CV geschrieben“ werde. CV, das steht für den Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen. Zu diesem Akademikerverband gehören derzeit rund 4000 Studierende. Insgesamt hat der CV 30.000 Mitglieder in mehr als 120 Verbindungen in Belgien, Deutschland, der Schweiz, Italien, Japan, Kamerun und Polen. Der CV rühmt sich selbst, "zahlreiche Fach- und Führungskräfte sowie Verantwortungsträger aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik" unter seinen Mitgliedern zu haben. Der Star unter den "Alten Herren" der Verbindung dürfte Professor Doktor Joseph Ratzinger sein: Papst Benedikt XVI.

Seilschaften mit Nazi-Geschmack?

Vorteile, die Verbindungen – egal ob religiöse oder nicht - ihren Mitgliedern bringen, sind neben günstigen Zimmermieten, Freundschaft und Freizeitaktivitäten auch nützliche Kontakte. Die Franconia Münster beispielsweise, eine Burschenschaft, in der Bild-Chefredakteur Kai Diekmann Mitglied ist, wirbt auf ihrer Homepage ganz unbescheiden mit „Kontakten und Netzwerken mit generationenübergreifender Unterstützung z.B. beim Start ins Studien- oder Berufsleben“. Das scheint den Ruf von Studentenverbindungen als Karriereseilschaften zu bestätigen.

Verbindungen und Mitglieder

Weniger schmeichelhaft ist dagegen der Ruf, frauenfeindlich oder rechtsradikal zu sein, der manchen Studentenverbindungen und vor allem Burschenschaften anhaftet. Der Wahlspruch vieler Verbindungen „Ehre, Freiheit, Vaterland“ beispielsweise geht auf die 1815 gegründete Urburschenschaft zurück und ist nicht unbedingt ein Beleg für braune Ideologie.

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