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Uni-Ranking Deutschlands beste Universitäten

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Bachelor-Absolventen in der Kritik

Studenten an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen verfolgen eine Vorlesung im Fach Maschinenbau Quelle: dpa

Der Hochschulchef nahm sich vor, alle Fächer eng mit den Wirtschaftswissenschaften zu verzahnen – unter anderem auch Mathematik und Informatik. Die Studierenden sollten lernen, wirtschaftliche Herausforderungen mit deren Methoden zu lösen. „Ob Marketingkampagnen, Versicherungstarife oder Produktionsplanung – ohne Mathematik und Informatik können viele Unternehmen heute nicht mehr existieren“, sagt Arndt.

Außerdem bietet die juristische Fakultät in Kooperation mit der BWL-Fakultät den Bachelor-Studiengang Unternehmensjurist an. Angehende Justiziare sollen sich dort auf eine Karriere in Konzernen vorbereiten.

Bevor Arndt sich in den Ruhestand verabschiedet, legt er den Fokus der Uni Mannheim in diesem Jahr vor allem auf Internationalisierung. Mehr als neun Millionen Euro werden investiert, die Austauschprogramme mit Partneruniversitäten weltweit ausgebaut.

Die Unis der Dax Chefs
Uni Frankfurt am Main - Martin Blessing: Sein Vater war Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, sein Opa Bundesbank-Präsident. Der Commerzbank-Chef studierte an der Uni Frankfurt BWL. Zu weiteren Absolventen der Uni Frankfurt am Main gehören Jürgen Götz, Fresenius; Wolfgang Hartmann, Commerzbank; Michael Kuhn, Deutsche Börse; Stefan Lauer, Lufthansa; Thomas Quaas, Beiersdorf; Hermann Requardt, Siemens. Quelle: dpa
LMU München - Nikolaus v. Bomhard: Der CEO der Münchener Rück absolvierte sein Jura-Studium an der LMU in München. Er bleibt der Uni verbunden: Seit 2005 sitzt er im Hochschulrat. Wer ebenfalls an der LMU studiert hat: Frank Appel, Deutsche Post; Friedrich Eichiner, BMW; Karl-Ludwig Kley, Merck; Stefan Oschmann, Merck; Dominik von Achten, HeidelbergCement; Helmut Perlet, Allianz; Wolfgang Strassl, Münchener Rück; Joachim Wenning, Münchener Rück. Quelle: dpa
Uni Hamburg - Eckhard Cordes: Der Sohn eines Lederhändlers studierte BWL und promovierte an der Uni Hamburg. Von November 2007 bis 2011 war er Chef der Metro in Düsseldorf. Ebenfalls in Hamburg haben studiert: Angelika Dammann, SAP; John Feldmann, BASF; Jürgen Fitschen, Dt. Bank; Andreas Kreimeyer, BASF; Horst Neumann, VW; Andreas Preuß, Dt. Börse Quelle: dpa
Uni Göttingen - Michael Diekmann: Neun Jahre besuchte der heutige Allianz-Chef die Uni Göttingen - er studierte zuerst Philosophie und Kunstgeschichte, danach Jura. Neben Diekmann gehören auch Wulf Bernotat, E.On; Hans-Ulrich Engel, BASF; Martin Zielke, Commerzbank und Johannes Teyssen, E.On zu den Absolventen der Uni Göttingen. Quelle: dpa
TU Clausthal - Jürgen Großmann: Sein Vater leitete das Rechnungswesen eines Bochumer Stahlwerks. Der ehemalige RWE-Vorstandsvorsitzende (Großmann war von Oktober 2007 bis zum 30. Juni 2012 Vorstandsvorsitzender der RWE AG) studierte Eisenhüttenkunde an der TU Clausthal. Großmann befindet sich in prominenter Gesellschaft: Gerd Grimmig, K+S; Albert Scheuer, HeidelbergCement sowie der ehemalige ThyssenKrupp-Vorstand Ekkehard Schulz haben auch an der ZU in Clausthal studiert. Quelle: dpa
TU München - Norbert Reithofer: Der BMW-Chef lernte zuerst an der FH München, danach wechselte er an die dortige TU, studierte Fertigungstechnik und Betriebswirtschaft. Weitere TU-Absolventen: Herbert Diess, BMW; Peter Bauer, Infineon; Dominik Asam, Infineon; Heinrich Hiesinger, ThyssenKrupp; Wolfgang Reitzle, Linde, Peter Süß, Siemens. Quelle: dpa
Uni Stuttgart - Martin Winterkorn: Der Schwabe studierte Metallkunde und Metallphysik an der Uni Stuttgart. Seit 2007 ist er Vorstandsvorsitzender von Volkswagen und seit 2009 Vorstandsvorsitzender der Porsche Automobil Holding SE. Wer kennt noch die Stuttgarter Hörsäale? Michael Macht, VW; Wilfried Porth, Daimler; Thomas Weber, Daimler Quelle: dpa

Wie sehr ein Studium in Mannheim den Weg ins Management ebnet, zeigte im vergangenen Jahr eine Auswertung des Business-Netzwerks Xing. Mehr als 4,7 Millionen Fach- und Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben dort bislang Angaben zu ihrem Werdegang gemacht.

Xing wollte wissen, welche Universitäten am häufigsten in den Führungsriegen deutscher Unternehmen vertreten sind. Und siehe da: Die meisten Top-Manager brachte demnach die Uni Mannheim hervor.

Vernichtendes Urteil über Bachelor-Absolventen

Doch Arndt geht es nicht nur darum, die Absolventen mit einem guten Abschluss fit für die Karriere zu machen: „Wir wollen erfahrene und reife Persönlichkeiten finden“, sagt er. Damit will die Hochschule verhindern, den Unternehmen unreife Absolventen zu liefern. Ein Problem, das bei der jüngsten Befragung für das Hochschulranking viele Personaler bemängeln.

Vor allem über Bachelor-Absolventen fällt die Umfrage ein vernichtendes Urteil: 62 Prozent der Befragten kritisierten deren mangelnde praktische Erfahrung, 49 Prozent monierten fehlende Reife der Absolventen.

Und gerade wenn es um den ersten Job geht, sind solche Makel ein enormes Hindernis auf dem weiteren Lebensweg: 91 Prozent der Personalchefs achten vor allem auf die Persönlichkeit der Bewerber, 87 Prozent sind praktische Erfahrungen der Kandidaten wichtig.

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