200 Jahre Fahrrad: Für die Straße oder eher fürs Wohnzimmer?
200 Jahre Fahrrad: Le Vélo erweckt alte Drahtesel wieder zum Leben.
Foto: Dennis Löffka für Le VéloDie Werkstatt wirkt wie aus der Zeit gefallen. Unter der Holzdecke hängen Rahmen mit korrodierten Rohren und Muffen. Die Zahnkränze sind abgenutzt, die Kabel lottern. Von ihrer einstigen Funktion und Schönheit ist nicht viel geblieben. Beides schenkt ihnen Senad Sarac zurück. Der ehemalige Radprofi ist ein passionierter Radrestaurator. Sarac macht in seiner Hamburger Werkstatt bewegliche Teile wieder gangbar, richtet Felgen aus, fixiert lose Verbindungen und zieht neue Reifen auf. Am Ende stehen die alten Räder da in neuer Blüte: elegante Zeugen einer vergangenen Epoche, mehr zum entspannten Gleiten geeignet denn zum rastlosen Rasen. Sie tragen herrliche Namen: Adler, Göricke, Sparta.
Und sie haben eine, nun ja: Authentizität, die auf ihre Besitzer abstrahlen soll: „Meine Kunden wollen ein Unikat“, sagt Sarac.
Sarac weiß: Wer heute ein Fahrrad kauft, erwirbt nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch ein Image, das die Persönlichkeit seines Besitzers unterstreicht. Das Rad soll Auskunft geben über des Käufers Lifestyle, seine Haltung, seine Stellung in der Welt. Wichtiger als Fahreigenschaften und als technische Ausstattung ist, dass das Rad den Charakter seines Fahrers adelt. Dafür zieht das Zweirad auch mit in die Wohnung, dafür lässt es sich als Einrichtungsmöbel und Wandschmuck verehren. Das Zweirad soll als Partner stets zugegen sein, sichtbar für den Eigentümer und seine Besucher: ein Dekorations- und Lustobjekt – ein Fetisch großstädtischer Demonstrativkonsumenten.
Allein 64 schicke Modelle hat der Blog itallstartedwithafight zuletzt zur Wahl der schönsten Wandhalterung fürs Wohnzimmer-Rad ins Rennen geschickt. Der stets unkonventionell planende Möbelhersteller Moormann hat eine Insellösung für Zimmer geschaffen: Einen Block, auf dem oben das Bett thront und die Fläche darunter als Schrank nutzt - inklusive offener Aufhängung für ein Rad - vorzugsweise mit Stahlrahmen, wie das Produktfoto es zeigt.
Natürlich hat auch die Werbung das vom Kellerkind zum Loft-Star avancierte Rad als Symbol für urbane Lässigkeit und ökotrendigen Besitzindividualismus entdeckt. In seiner aktuellen Kampagne lässt das Modelabel Gucci einen Puma um einen jungen Mann streifen, der im Gesicht umfassend tätowiert ist, einen rosa Pullover und eine gelbe Art Fliege trägt. Das Model sitzt auf einem hellblauen Stahlrennrad, wie sie in den Achtzigerjahren produziert wurden. Alles in diesem Bild symbolisiert den letzten Modeschrei: retromoderne Metrosexualität.
Vor Jahren war es noch das Tenorsaxofon, das der Werbung zur Andeutung eines modernen Lebensstils diente: Jazz gleich Improvisation und Freiheit! Heute feiern besonders die edelschlichten Radmodelle mit einem einfachen Zahnrad an der Hinterachse den Sinn für die Moderne und die puristische Form. Ganz gleich, ob Gucci, die Zigarettenmarke Gauloises oder Hersteller luxuriöser Wohnzimmermöbel zwischen den Betonwänden moderner Living-Rooms: Sie alle inszenieren eine aufs Minimum reduzierte Version des Fahrrades: Reifen, Rahmen, Lenker, Kette.
Da fehlt doch was.... Richtig, das sogenannte Sattelrohr, das nahezu alle klassischen Fahrräder besitzen und den Sattel mit dem Tretlager verbinden. Velowland ist ein Unternehmen, das sich auf Unikate spezialisiert hat. Dieses giftgrüne ist mit Vorsatz an der Ästhetik des dennoch geringfügig schnelleren Lamborghinis im Hintergrund orientiert.
Quelle: Cyclingworld Düsseldorf (25./26. März)
Foto: PRJung, urban, hip - da darf das Rad gerne mal in fabrikfrisch aussehen, als wäre es ein Kellerfund in Opas altem Häuschen. Cremecycles spielt gekonnt auf der Klaviatur der Ästhetik, die ihre Basis bei den Fixie-Kurieren aus New York hat, erweitert um Weißwandreifen, wie sie auch die Autoindustrie für historisierende Fahrzeuge wählt. Moderne Schaltungstechnik ist natürlich dennoch verbaut. Denn so mühselig treten wie Opa wollen dann doch nur die wenigsten.
Foto: PRWattitud - Alles, E-Bike und in diesem Fall ist der Akku formschön hinter einer Art Tank-Optik von Motorrädern versteckt. Federgabel mit sichtbaren Federn. Alles Retro - außer dem Antrieb.
Foto: PREs sind die Profipendler, die die Vorzüge eines Faltbikes zu schätzen wissen, wenn es darum geht, im ICE zum Bahnhof in der Arbeitsstadt zu pendeln und von dort aus die letzten Kilometer rasch zu radeln - und abends wieder heimwärts. Faltbikes dürfen dort nämlich mit hinein, weil sie als Gepäck durchgehen. Das Go-Cycle macht sich sehr klein und ist zusätzlich mit Elektroantrieb ausgestattet.
Foto: PRIn Südtirol ist man als Radfahrer ja schneller an empfindlichen Anstiegen als es der durchschnittliche Radfahrer wünscht. Die in Bozen ansässige Marke Leaos legt bei der Konstruktion von E-Bikes, die einen flott die Anstiege nach oben befördern, vor allem Wert auf das Design. Mit Holz und Leder lassen sich die Modell individuell konfigurieren.
Foto: PRAus alt mach neu - das ist das Motto von Senad Sarac, der seit Jahren unter dem Namen Levelo Bikes antike Fahrradteile aus allen Epochen sammelt und daraus neue einzigartige Räder zusammenbaut.
Foto: PRIn den Innenstädten haben sich Fahrradkuriere für kleinere Dinge schon lange etabliert. Als Transportmittel, um auch mal schwere Gegenstände von A nach B zu befördern, steht mit Cargorädern wie diesem der Marke HNF Heisenberg aus Berlin der nächste Erfolg vor der Tür.
Foto: PRMehr zum Bestaunen als zum Fahren: Die Spezialanfertigungen von Ruff Cycles. Ruff, das klingt in englischer Aussprache wie "rough" für rauh und wild. Und so sieht sich die Marke auch: "Unser Name ist Programm, bei RUFF geht es um Leidenschaft, Sex-Appeal und um verdammt geile Bikes!"
Foto: PRAuf den ersten flüchtigen Blick ein weiteres Retro-Rad, auf den zweiten ein ernsthaftes Sportgerät mit Scheibenbremsen, Rennradlenker und sportlicher Geometrie von Liv-Cycles.
Foto: PRBees Bike heißt der Hersteller. Im Logo erscheinen Bienenwaben und das gibt einen Hinweis auf die skelettierten Rahmen, die nicht aus einem Teil bestehen, sondern ein modulares Konzept sind. Der Kunde kann sich also die einzelnen Rahmenteile aussuchen, danach wird es gefertigt. Hier im Bild mit Elektromotor.
Foto: PRSo richtig viel ist noch nicht zu sehen vom Start Up Urwahn Engineering. Von bestehenden und neuen Innovationen wird orakelt und was auch immer sie als Produkt zeigen wollen - "Das Ziel von urwahn|engineering besteht darin, ein Velo zu generieren, das den Leitgedanken der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Sinne der Herstellung und Produktnutzung ganzheitlich verkörpert."
Foto: PRDie Anforderungen an das Material für Fahrradrahmen sind seit seiner Erfindung die gleichen: Möglichst leicht, möglichst stabil und starr. Die Marke Calfee nutzt dafür Bambus. Das erfüllt nicht nur die Anforderungen, sondern erzeugt auch eine unnachahmliche Optik.
Foto: PRAls Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn vor knapp 200 Jahren, am 12. Juni 1817, auf der von ihm entworfenen Laufmaschine zur ersten Zweiradfahrt der Weltgeschichte aufbrach, konnte er nicht ahnen, welcher Entwicklung er den Boden bereitete. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 15 Kilometern pro Stunde bewegte er die mehr als 22 Kilogramm schwere Holzmaschine von seinem Wohnort in Mannheim ins sieben Kilometer entfernte Schwetzingen. Bequem kann das nicht gewesen sein. Weder Luftbereifung noch Federung dämpften die Stöße des holprigen Bodenbelags.
Ein Statement war es gleichwohl. Denn Drais legte damals das zentrale, keineswegs selbstverständliche Prinzip des Zweiradantriebs fest: Der Fahrer muss das Rad in der Balance halten – und das Radeln erlernen. Während die meisten Kinder heute auf Laufrädern aus Holz (oder auch Schwarzmetallic-Stahl mit goldenen Felgen) spielerisch ihren Gleichgewichtssinn trainieren, mussten Anfang des 19. Jahrhunderts Erwachsene in Fahrschulen lernen, oben zu bleiben. Umso mehr, als Drais’ Laufmaschine sich zum Veloziped weiterentwickelte, zu einem Zweirad mit Kurbeln und Pedalen an einem großen Vorderrad, bei dem der Fahrer weit über dem Boden saß und entsprechend tief fallen konnte.
Immerhin: Der Hochsitz des Velozipeds war in der Kaiserzeit zugleich auch Sinnbild eines gehobenen Lebensstils: Ein Facharbeiter musste 1870 noch sieben Monatslöhne hinblättern, um eines zu erwerben.
Im Trend: Radfahren
Fahrradfahren ist im Trend. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stehen in deutschen Haushalten rund 68 Millionen Fahrräder - und etwa 80 Prozent der Menschen in Deutschland besitzen ein Rad, wie es beim Bundesverkehrsministerium heißt. Immer mehr Menschen steigen demnach gerne in den Sattel. Hinter dem Freizeittrend steckt aber noch mehr, als man denkt.
Foto: dpaWie gut ist es eigentlich um die Radwege in Deutschland bestellt?
Es geht, heißt es beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Einige vorbildliche Fahrradstädte gibt es schon in Deutschland“, sagt die Sprecherin des Vereins, Stephanie Krone. Dazu zählten etwa Karlsruhe und Potsdam. „In diesen Städten hat man verstanden, dass Fahrradfreundlichkeit ein Standortfaktor und mit hoher Lebensqualität verbunden ist.“ Durchgängige Radwegenetze, breite und gepflegte Radspuren, sichere Abstellplätze und ein fahrradfreundliches Verkehrsklima seien in Deutschland aber bislang eher die Ausnahme. Dass an dieser Stelle noch mehr getan werden muss, hat auch das Bundesverkehrsministerium erkannt: Nach Angaben der Behörde wurden die Mittel für die Radverkehrsförderung 2016 auf mehr als 100 Millionen Euro aufgestockt. „98 Millionen Euro stehen allein für den Radwegebau und die Erhaltung an Bundesstraßen zur Verfügung“, schreibt der Parlamentarische Staatssekretär Norbert Barthle im Fahrradmonitor 2015.
Foto: dpaWie sicher ist das Fahrradfahren?
Auch hier gibt es Verbesserungspotenzial: 2015 starben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 383 Radfahrer - nach 396 im Vorjahr zwar ein leichter Rückgang. Doch im Mehrjahrestrend sinken die Zahlen nicht. Der Radfahrer-Anteil an den Verkehrstoten ist seit 1991 von 8 auf 11 Prozent gestiegen. „Die schlimmsten Ärgernisse für Radfahrer sind zugeparkte, mit Pollern, Werbetafeln oder Baustellen versperrte Radwege“, sagt Krone. „Genauso gruselig: Die täglich erlebte, lebensgefährliche Zumutung, von Autos nur mit Haaresbreite überholt und womöglich auch noch angehupt zu werden.“ Auf die Sicherheit der Radler haben sich auch einige Unternehmen spezialisiert, die ihre Neuheiten seit Mittwoch bei der Radmesse Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee präsentieren: So hat ein Hersteller beispielsweise ein System entwickelt, dass die Breite des Fahrrads anzeigen soll. Dabei werden die Leuchten außen am Lenker montiert und projizieren entsprechende rote Linien auf den Boden. Ob solche Systeme in Deutschland überhaupt zugelassen werden, ist laut Branchenexperte Gunnar Fehlau aber unklar: „Der deutsche Gesetzgeber hat eine sehr strikte Regelung für die Beleuchtung“, sagt Fehlau. Manchmal gebe es Lösungen von Unternehmen, die sehr spannend seien, aber in Deutschland schlicht nicht erlaubt.
Foto: dpaReisen mit dem Rad – ist das noch zeitgemäß?
Es sei sogar Trend, sagen Tourismusverbände. Allein Baden-Württemberg - dort wurde vor 200 Jahren der Vorläufer des Rades entwickelt - zählt jährlich 14 Millionen Tagesausflügler auf dem Rad und 3,2 Millionen Übernachtungen durch Radreisende. Das geht aus einer Radstrategie hervor, die das Stuttgarter Verkehrsministerium im Februar 2016 veröffentlicht hat. Die Radtouristen generierten demnach rund 860 Millionen Euro Nettowertschöpfung pro Jahr. Damit sichere der Radtourismus rund 25 000 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg. Auch die Unternehmen stellten sich auf Radler ein, sagt ein Sprecher des Tourismusverbandes in Stuttgart. So gebe es etwa 731 Betriebe mit dem Siegel „Bett+Bike“, die sich auf die Bedürfnisse von Radfahrern spezialisiert hätten. Das Qualitätssiegel des ADFC garantiere unter anderem, dass das Fahrrad sicher untergestellt werden kann.
Deutschlandweit wurden 2006 laut Deutschem Tourismusverband 153 Millionen Tagesreisen mit Fahrrad gezählt - und rund 22 Millionen Übernachtungen. Neuere Daten gibt es noch nicht.
Foto: dpaUnterstützen Radler die lokale Wirtschaft?
Ja. Vor allem den ländlichen Raum, sagt DTV-Sprecherin Iris Hegemann. Die Radfahrer bewegten sich zudem langsamer in der Region - und blieben länger dort. „Außerdem sind sie sehr ausgebefreundlich“, sagt Hegemann. Wenn es entsprechende Angebote etwa von Gasthäusern, dem örtlichen Einzelhandel oder touristischen Attraktionen vor Ort gebe, werde das gerne angenommen. „Viele Radtouristen haben auch ein höheres Einkommen - und es sind keine Sparfüchse unterwegs.“
Foto: dpa
Die ersten Käufer ließen die in Werkstätten gefertigten Zweiräder oft maßschneidern; in vielen Städten bildeten sich elitäre Rad-Clubs: Das Veloziped reüssierte als Distinktionsmerkmal. In England schuf der Wagenbauer Denis Johnson das Pedestrian Curricle, das als hobby horse oder dandy horse bezeichnet wurde. Kurzum: Der Dandyismus umarmte damals die Möglichkeit, sich mit dem Veloziped von der Masse abzuheben. Er war in der Verknüpfung von modischer Kleiderwahl und avantgardistischem Transportmittel ein Vorbild für das, was dem heutigen Hipster sein Fixie ist.
Fixie, das kommt von fixed gear und steht für die starre Achse, die New Yorker Radkuriere nutzen, um sich mit schmal gesägten Lenkern durch den Autostau zu schlängeln. Gebremst wird beim Fixie allein durch die Rückwärtsbewegung der Pedale (kein Rücktritt!): Rollt das Rad, drehen die Pedale automatisch mit. Die alltagstauglichere, modische Version ist das Singlespeed, das hippe Ein-Gang-Fahrrad (mit Rücktritt und/oder Handbremse), das heute bevorzugte Fortbewegungsmittel von Großstadtbewohnern.
Die Kultur des Fixies mit seinem schlichten schlanken Stahlrohrrahmen ist so erfolgreich, dass auch moderne E-Bikes für mehrere Tausend Euro sich auf sein Design beziehen. Optische Reduktion mit elektrischem Doping – das ist die postmoderne Welt des Fahrrades, der Code für urbane Unabhängigkeit: Tatsächlich beugen sich heute Menschen in Straßenkleidung auf dem Weg zur Arbeit tief in den Untergriff wie einst Eddy Merckx, der Kannibale aus Belgien, wenn er auf den Zielkilometern einer Tour-de-France-Etappe seine Gegner vernichtete.
Radler mit Elektrorädern sollen künftig Radwege nutzen können - außerorts generell, innerorts, wenn dies mit einem neuen Hinweisschild freigegeben wird. Das sieht eine Verordnung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vor, die am 15. Juni das Kabinett passiert hat. Die Regelung gilt aber nur für E-Räder, die maximal 25 Kilometer pro Stunde schnell sind. Außerdem sollen Kinder bis 8 Jahre künftig von einer mindestens 16 Jahre alten Aufsichtsperson auf dem Rad begleitet werden dürfen, wenn sie auf Gehwegen fahren. Für erwachsene Radler sind Gehwege bisher tabu.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der besten aktuellen E-Bikes:
Foto: dpaKategorie: Citybike
Testsieger: Centurion E-Fire Sport 408
Details: 2.149 Euro, Getriebenabe, Mittelmotor, 24,4 Kilo.
Sehr ergonomischer und bequemer Rahmen. Dank hoher Rahmensteifigkeit läuft das Rad ruhig und spurstabil. Der starre Hinterbau schränkt den Fahrkomfort etwas ein. Federgabel und Tektro-Scheibenbremsen verrichten ihre Arbeit sehr gut. Ein Pedelec, das viel Spaß macht!
Antrieb: Bosch Active Line 400 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 2/15, Note: 1,6
Foto: PRKategorie: Citybike
Testsieger: Meridia E-spresso Sport 400
Details: 3.099 Euro, Getriebenabe, Mittelmotor, 25,6 Kilo.
Antrieb: Bosch Active Line 400 Wh
Sauber verarbeiteter Rahmen mit kompakter Geometrie. Die Sitzposition ist leicht sportlich, der Schwerpunkt liegt angenehm zentral. Das Fahrverhalten ist ausgewogen und gut kontrollierbar - ein echtes Spaßbike. Der kräftige Bosch-Performance-Motor und die stufenlose Nuvinci-Getriebenabe passen zum sportlichen Charakter des Testsiegers.
Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,5
Foto: PRKategorie: Tiefeinsteiger
Testsieger: Bergamont E-Ville C-N360
Details: 2.999 Euro, Getriebenabe, Mittelmotor, 26,5 Kilo.
Neu definierter Tiefeinsteiger mit sportlichen Genen. Mustergültiges Fahrverhalten durch den sehr steifen Rahmen, aber der Komfort könnte höher sein. Die Antriebskombination aus kräftigem Motor und stufenloser Nuvinci-Nabe arbeitet einwandfrei. Ansprechendes Design, toll verarbeitet, hochwertig ausgestattet.
Antrieb: Bosch Performance Line 400 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,5
Foto: PRKategorie: Tiefeinsteiger
Testsieger: Falter E 8.8 Wave
Details: 2.399 Euro, Getriebenabe, Mittelmotor, 25,3 Kilo.
Zuverlässiger, sauber verarbeiteter Tiefeinsteiger, der spurtreu geradeaus rollt, dafür aber nicht maximal wendig ist. Die Kombination aus Antrieb und elektrisch schaltbarer Nexus-Getriebenabe funktioniert tadellos. Das Pedelec ist aufgeräumt und sauber verarbeitet.
Antrieb: Shimano Steps 418 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 2/15, Note: 1,7
Foto: PRKategorie: Tiefeinsteiger
Preis-Leistungs-Tipp: Corratec E-Power 2
Details: 2.399 Euro, Getriebenabe, Mittelmotor, 24,9 Kilo.
Wendiger 26-Zöller mit tadellosen Fahreigenschaften. Bei Federgabel und Sattelstütze wurde zu sehr gespart: der Komfort leidet unter der wenig sensibel Gabel, auch wenn die 47 Millimeter breiten Reifen etwas von der Härte schlucken. Tadellos verarbeitet und alltagstauglich ausgestattet.
Antrieb: Bosch Active Line 400 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,8
Foto: PRKategorie: Tourenräder
Testsieger: Bergamont E-Line C XT Nyon
Details: 3.199 Euro, Kettenschaltung, Mittelmotor, 22,7 Kilo.
Dank des sehr steifen Rahmens wird die Kraft von Fahrer und Motor gut in Vortrieb umgesetzt. Trotz schmaler Reifen, aber dank toller Federgabel und entspannter Sitzposition, fährt sich das Rad komfortabel, das Fahrverhalten ist tadellos. Das Nyon-Display von Bosch bietet neben den üblichen Infos ein vollwertiger Navigationssystem und Fitnessfunktionen.
Antrieb: Bosch Performance Line 400 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,6
Foto: PRKategorie: Tourenräder
Testsieger: Conway EMC 327
Details: 2.299 Euro, Kettenschaltung, Mittelmotor, 23 Kilo.
Komfortabler Tourer mit äußerst steifem Rahmen und Stollenreifen im 25,7-Zoll-Mountainbike-Format für Ausflüge ins leichte Gelände. Sehr gut arbeitende Federgabel, hochwertige Scheibenbremse und zuverlässiger Antrieb. Das Rad fährt sich sicher und wendig, die Dämpfung überzeugt.
Antrieb: Bosch Active Line 400 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 2/15, Note: 1,7
Foto: PRKategorie: Tourenräder
Testsieger: Flyer T6.1
Details: 3.079 Euro, Kettenschaltung, Mittelmotor, 27,4 Kilo.
Trotz tiefem Oberrohr sehr steifer und damit fahrstabiler Rahmen. Selbst beladen bleibt das Rad agil und gut kontrollierbar. Rahmengeometrie, Lenker und gute Federkomponenten schaffen hohen Fahrkomfort. Verarbeitung und Optik auf hohem Niveau. Das Kombi-Instrument des Antriebs ist nicht sehr griffreundlich gestaltet.
Antrieb: Panasonic MM 432 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 2/15, Note: 1,7
Foto: PRKategorie: MTB E-Fully
E-Enduro-Tipp: Moustache Samedi 27.9 FS Race
Details: 5.519 Euro, Kettenschaltung, Mittelmotor, 22,2 Kilo.
E-Bike mit 29-Zoll-Vorderrad und 27,5-Zoll-Hinterrad. Dank kurzem und flach bauendem Rahmen liegt immer genug Druck auf der Front, damit der Reifen am Boden bleibt. Gleichzeitig läuft das Bike verspielt und wendig, ohne nervös zu wirken. Mit großem 42er-Ritzel hilft die Übersetzung wirkungsvoll in verblockten oder heftigen Steigungen.
Antrieb: Bosch Performance Line 400 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,6
Foto: PRKategorie: MTB E-Fully
E-All-Mountain-Tipp: Trek Powerfly + FS9
Details: 4.499 Euro, Kettenschaltung, Mittelmotor, 22,4 Kilo.
Tolles Fahrwerk ud viele schöne Detaillösungen am Rahmen. Beim Handling verspielter Auftritt und hervorragende Kurvendynamik. Tuning-Teile: kein Bedarf, da ist alles dran.
Antrieb: Bosch Performance Line 400 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,8
Foto: PRKategorie: MTB E-Fully
Testsieger: Rotwild R.01+ FS Pro
Details: 4.999 Euro, Mittelmotor, 20,2 Kilo.
Das E-Bike 2.0. Der integrierte Akku für den angenehm unauffälligen Antrieb sitzt versteckt im Rahmen eines Top-Bikes. Sieht schick aus, dafür kann der Akku nicht demontiert werden und muss im Rahmen geladen werden. Bergab liegt das wendige All-Mountain-Bike satt auf dem Trail und die angegebenen 135 Millimeter Hub fühlen sich nach deutlich mehr an.
Antrieb: Brose 2.0 461 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 2/15, Note: 1,8
Foto: PRKategorie: MTB E-Hardtails
Testsieger: Cube Elite Hybrid HPC SLT 29
Details: 5.999 Euro, Mittelmotor, 19,8 Kilo.
Das Leichtgewicht setzt Maßstäbe in Sachen Handling und Gewicht - ohne Rücksicht auf die Kosten. Top-Geometrie, top Komponenten, schnell und agil: Das Rad macht richtig Spaß. Einziger Kritikpunkt: Griffigere Reifen würden noch mehr Spaß machen.
Antrieb: Bosch Active Line 400 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 2/15, Note: 2,0
Foto: PRKategorie: MTB E-Hardtails
Preis-Leistungs-Tipp: Merida Big.Nine E-Lite 900 DX
Details: 3.349 Euro, Mittelmotor, 19,5 Kilo.
Stimmige Ausstattung am filigranen Alu-Rahmen. Die Sitzposition ist etwas gestreckt, auch die Anbauteile lassen die Gene eines Racebikes erkennen. Dank 100 Millimetern Federweg der Rockshox-Reba-Gabel und 29-Zoll-Rädern ist das Bike voll geländetauglich. Die Reifen kommen bei Nässe schnell ans Limit. Das große Nyon-Display am Lenker ist toll für lange Touren und stört auf dem Trail nicht.
Antrieb: Bosch Active Line 400 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 2/15, Note: 2,3
Foto: PRKategorie: MTB E-Hardtails
Redaktions-Tipp: Radon ZR Race Hybrid
Details: 2.699 Euro, Kettenschaltung, Mittelmotor, 19,4 Kilo.
Der Direktversender setzt auf hochwertige Komponenten und bewährte Rahmenkonzepte - und das zu einem hervorragenden Preis. Die Sitzposition ist dezent sportlich. Vermutlich aufgrund der dünnen Hinterbaustreben fällt die Rahmensteifigkeit recht gering aus.
Antrieb: Bosch Performance Line 400 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,9
Foto: PRKategorie: MTB E-Hardtails
Redaktions-Tipp: Scott E-Aspect 710
Details: 2.999 Euro, Kettenschaltung, Mittelmotor, 19,8 Kilo.
Langer Radstand und langes Oberrohr schaffen eine flache, gestreckte Haltung. Das spürt man auch beim Fahrverhalten: schnelle Abfahrten spielen dem Rad deutlich besser in die Karten als winkelige Strecken. Solide Ausstattung, ein breiterer Lenker wäre schön.
Antrieb: Bosch Performance Line 400 Wh
Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,9
Foto: PRWarum aber ist das Fahrrad zur Ikone der Metropolenmoderne geworden? Weil Autos nicht mehr Schnelligkeit und Fortschritt, sondern Stau und Stillstand versinnbildlichen? „Es ist jedenfalls nicht die Werbung, die versucht, einen Gegenstand zu pushen“, sagt Rüdiger Goetz von der Designagentur kw43, die zwei deutsche Mountainbike-Produzenten betreut, sondern umgekehrt: „Die Werbung ist nur der Spiegel eines gesellschaftlichen Trends.“
Aber was ist es dann? Das Rad wird schließlich nicht nur als emissionsfreier mobiler Musterknabe gefeiert, sondern steht auch in der Kritik, vor allem seit Renn- und E-Biker dem Radeln alle Gemütlichkeit geraubt haben. Einerseits hat die Bewegung der Critical Mass, die mit Radkolonnen für die Rechte von Radfahrern demonstriert, viele Teile der westlichen Welt erobert: Städte wie Kopenhagen sind Vorreiter bei der Förderung des radkonzentrierten Innenstadt-Verkehrs. Andererseits gerät das Fahrrad neuerdings als Gefährt rücksichtsloser Rüpel in Verruf.
Neuerdings? Nun, tatsächlich erteilten die Behörden in Deutschland erste Fahrverbote schon im 19. Jahrhundert. Im New Yorker Central Park waren zwischenzeitlich Hochräder verboten. Kutschfahrer bekämpften Radler. Vielleicht hat es seinen guten Grund, dass das Fahrrad heute zunehmend viel Zeit in deutschen Wohnzimmern verbringt?
Senad Sarac jedoch möchte mit den Unikaten seiner Marke Le Vélo keine Museumsstücke bauen. Er verlegt Kabel in alte Rohre für moderne LEDs in historischen Leuchten und erzählt davon, dass er bei Bedarf auch Akkus einbaut, damit seine Kunden auf dem Rad ihr Smartphone laden können. „Ich baue die Fahrräder für die Straße“, sagt Sarac, „und nicht fürs Museum."