Chronographie: Laureato – eine Uhr mit Geschichte
Luxuriöse Stahlsportuhren mit integrierten Metallarmbändern aus den 1970er-Jahren gehören heute zu den begehrtesten Schweizer Zeitmessern überhaupt. Beim Design herrschte Aufbruch, berühmte Modelle stammen aus dieser Ära, so auch die Laureato von Girard-Perregaux.
Drei Jahre nach der Royal Oak von Audemars Piguet und ein Jahr vor der Nautilus von Patek Philippe sowie der Ingenieur von IWC lancierte die Manufaktur Girard-Perregaux 1975 dieses Modell, das jetzt zum 50. Geburtstag komplett überarbeitet wurde. Den Stil mit dem tonneau-förmigen Gehäuse, der achteckigen Lünette und dem Clous-de-Paris-Zifferblatt hat man dezent modernisiert, das Automatikwerk GP4800 ist natürlich eine Eigenentwicklung.
Im schmalen Profil des Originals war bereits ein selbst entwickeltes Uhrwerk verbaut: Das erste Quarzchronometer in einer Schweizer Armbanduhr wurde damals stolz mit Gangschein ausgeliefert. Beim Namen, dem italienischen Titel „Il Laureato“, ließ man sich nicht wie oft kolportiert vom Kinoklassiker „Die Reifeprüfung“ mit Dustin Hoffman inspirieren. Der Begriff bezieht sich vielmehr auf das Zertifikat zur Uhr.
Auch das Design stammte aus dem eigenen Haus, im Gegensatz zu deutlich bekannteren Modellen, die aus der Feder des Designers Gérald Genta stammten. Das Bicolor-Jubiläumsmodell ist auf 200 Exemplare limitiert.
Bereits in den 1940er-Jahren belieferte Girard-Perregaux die britische Royal Air Force und die australische Luftwaffe mit Zeitmessern. In den 1950er-Jahren folgte die Memovox, die erste Automatikuhr mit Alarmfunktion, der Beiname Polaris tauchte 1968 in einem spektakulären Tauchermodell auf.
Seit 2018 dient er als Oberbegriff für sportliche Modelle, wie dem aktuellen Polaris-Chronografen. Der überzeugt durch Vintage-Charme und ein exklusives Uhrwerk, dessen Zuverlässigkeit unbestritten ist: Registrierten Käufern gewährt die Manufaktur acht Jahre Garantie.
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