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Morgenroutine Darum sollten Sie 10 Minuten früher aufstehen

Morgenroutine: Warum sich früher aufstehen lohnt Quelle: dpa

Früher aufstehen? Das fällt vielen Menschen nicht im Traum ein. Doch selbst Morgenmuffel profitieren sehr von einem etwas früheren Start in den Tag. Bereits zehn Minuten helfen.

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Schlaf ist kostbar. So kostbar, dass viele Menschen werktags buchstäblich auf den letzten Drücker aufstehen. Dieses Muster ist seit der Schulzeit vertraut. Stattdessen außergewöhnlich früh aufstehen? Auf so eine Idee kommen höchstens notorische Frühaufsteher. Oder Milliardäre. Immer wieder verkünden Top-Manager wie Richard Branson die Freuden frühen Aufstehens. Die meisten Menschen ohne tropische Privatinsel halten es da aber vermutlich mit J.K. Rowling. Der Bestseller-Autorin kam ein Artikel unter, laut dem die erfolgreichsten Menschen um vier Uhr früh in den Tag starten (Apple-Chef Tim Cook steht angeblich um 3.45 Uhr auf). Rowlings grummelige Reaktion: „Ach, haltet die Klappe“. Vielleicht ist es kein Zufall, dass die „Harry Potter“-Schöpferin Eulen so gern mag...



Für Normalsterbliche bedeutet Morgenroutine: Aufstehen, Zähne putzen, anziehen, zur Arbeit gehen. Bei erfolgreichen Menschen wird dieser Teil des Alltags gern symbolträchtig zum Schlüssel für Erfolg aufgeladen. Das gilt vor allem für die Frage, wann sie ihren Wecker stellen. Die Macher der Internetseite „MyMorningRoutine.com“ haben in den vergangenen Jahren Hunderte erfolgreiche Menschen nach deren Start in den Tag befragt. Die Auswertung von 326 Interviews ergab: Die Befragten wachen im Durchschnitt nach knapp siebeneinhalb Stunden Schlaf um 6.23 Uhr auf. Ein Interviewter verwischte mit einer Weckzeit um drei Uhr die Grenze zwischen Lerche und Nachtschwärmer.

Ohne Stress in den Tag starten

„My Morning Routine“-Mitbegründer Benjamin Spall kam nach all den Gesprächen zu dem Schluss: Ein großer Unterschied zwischen seinen Interviewpartnern und „normalen“ Berufstätigen besteht in der Einstellung zur Weckzeit. „Wann wir aufwachen, hängt für viele von uns ausschließlich davon ab, wann wir bei der Arbeit, in der Schule oder sonst wo sein müssen“, schrieb Spall in der „New York Times“. „Das bedeutet oft, so spät wie möglich aufzuwachen, um die Schlafzeit zu maximieren – das einzige Ziel besteht darin, es rechtzeitig aus dem Haus zu schaffen, damit wir nicht zu spät zum ersten Termin kommen.“

Der Morgenroutine-Experte rät hingegen, sich selbst einen Gefallen zu tun und mit der Weckzeit zu experimentieren. Früheres Aufstehen verschaffe Zeit, um den Start in den Tag genießen zu können. Das ist dann auch gleich Tipp Nummer zwei des Experten für Morgenroutinen: „Die meisten erfolgreichen Menschen knapsen morgens etwas Zeit für Dinge ab, die sie entspannen, mit Energie versorgen und motivieren“, sagte Spall. Das könne Sport sein, Lesen, Meditation oder schlicht Zeit mit der Familie zu verbringen.

Der entspannte Start in den Tag gehört schon zur höheren Morgenroutine-Schule. Aber bereits eine Stufe darunter wartet ein Erfolgsrezept gegen den Stress, der vor dem Arbeitsbeginn einsetzt. Wer den Wecker zehn Minuten früher stellt, tut sich einen riesigen Gefallen. 15 Minuten sind noch besser, aber auch fünf Minuten helfen. Selbst überzeugte Langschläfer werden feststellen: Diese Zeit ist kein Verlust, sondern ein echter Gewinn.

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