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Adler Modemärkte "Steilmann ist für uns nicht systemrelevant"

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Kleinere Übernahmen

Gibt es ein namhaftes Unternehmen, mit dem Sie im Gespräch sind?

In der Pipeline sind kleinere Übernahmen; denkbar wäre aber auch eine größere mit einem dreistelligen Millionen-Umsatz. Von der Finanzkraft her wären wir in der Lage, einen zweistelligen Millionenbetrag zu finanzieren. Aber wir sind in keiner finalen Verhandlung. Der Mode-Markt ist ja gerade nicht einfach und da ist es vielleicht gut, noch zu warten.

Warum lag Ihr Verlust Im ersten Quartal bei 15 Millionen Euro?

Auch wir sind nicht verschont geblieben vom milden Winter. Schaut man sich die Situation mit Schnee und Hagel noch Ende April an, ist dies nicht gut für die Branche. Wetterbedingt liegen wir daher im ersten Quartal noch zurück. Wir rechnen in diesem Jahr allerdings mit einem soliden, kleinen Wachstum. Ich bin guter Dinge, dass wir uns im derzeitigen Markt gut behaupten.

Welchen Umsatz planen Sie 2016 und welchen Gewinn?

Der Umsatz soll mit einem einstelligen Prozentwert wachsen, im unteren Bereich. Das wollen wir schaffen, indem wir neue Läden eröffnen und auf der bisherigen Verkaufsfläche mehr absetzen. Unser Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, das Ebitda, soll dabei überdurchschnittlich zum Umsatz wachsen – und zwar im oberen einstelligen Prozentbereich. Beim Gewinn wollen wir uns ein bisschen mehr steigern als beim Umsatz. 2015 lag der Konzernjahresüberschuss bei 7,9 Millionen Euro.

Wie kurbeln Sie den Umsatz an?

Wir haben zum Beispiel funkgesteuerte Chips eingeführt. Diese RFID-Chips sind an jedem Kleidungsstück angebracht und optimieren Bestell- und Nachfüllprozesse. Der Umsatz mit Ware, die immer verfügbar sein muss, konnte zum Beispiel um drei Prozent gesteigert werden. Unsere Verkäufer wissen dadurch nicht nur, welche Kleidungsstücke sie nachfüllen müssen – wir sehen auch, welches Teil wie häufig in der Kabine anprobiert aber nicht gekauft wird. So können wir unser Sortiment optimieren. Intelligente Spiegel in der Kabine erkennen außerdem, wenn ein Kunde etwa mit einer roten Bluse in die Kabine geht. Der Spiegel zeigt dann zum Beispiel, welche Hose zu der roten Bluse passt, die eine Kundin gerade anprobiert. Per Knopfdruck kann sie diese dann anfordern – und schon bringt ein Verkäufer die Ware in die Kabine. Wir testen das System gerade, wollen das aber flächendeckend einführen.

Vorerst ist Ihr Aktienkurs angesichts der schlechten Lage in der Branche unter die Räder gekommen. Nutzen Sie das jetzt und kaufen Sie Adler-Aktien?

Sagen wir mal so: Ich habe noch nie welche verkauft. Insgesamt habe ich aber bereits einen ordentlichen Anteil gekauft, sodass ich bereits gut dabei bin.

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