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Anleihen Italiens Anleihen unter Druck – Streit über Coronabonds

In Zeiten der Coronakrise ziehen sich Anleger aus italienischen Anleihen zurück. Die Rendite stieg im Gegenzug an. Die EU debattiert über Coronabonds.

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Italienische Anleihen werden bei Anlegern zunehmend unbeliebter. Quelle: dpa

Anleger ziehen sich aus italienischen Anleihen zurück. Das treibt im Gegensatz die Rendite nach oben: Am Freitag stieg sie um elf Basispunkte auf bis zu 1,357 Prozent. Die Renditen anderer europäischer Länder gaben dagegen nach.

Die EU und die G20 haben zwar einen gemeinsamen Kampf gegen das Coronavirus vereinbart. Allerdings konnten sie sich auch nach sechsstündigen Verhandlungen nicht darauf einigen, mit welchen Finanzinstrumenten man besonders schwer angeschlagenen Staaten unter die Arme greift.

Während einigen Staaten „Coronabonds“, also Gemeinschaftsanleihen, forderten, betonte Kanzlerin Angela Merkel, dass der Euro-Hilfsmechanismus ESM das geeignete Mittel der Hilfe sei.

Binnen zwei Wochen sollen die Finanzminister nun Vorschläge ausarbeiten, über die dann in einer weiteren Gipfel-Schalte entschieden werden soll. Italien würde von gemeinsamen Anleihen profitieren, weil für diese vermutlich geringere Zinsen fällig würden als bei nationalen Papieren.

Italien ist von der Coronapandemie besonders stark betroffen. Das Forschungsinstitut Prometeia rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 6,5 Prozent. Die Staatsverschuldung dürfte zugleich bis Jahresende auf 150 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen.

Die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen bricht ein. Das Land hat seit dem 23. Februar Ausgangsbeschränkungen und andere Maßnahmen eingeleitet, um die Coronavirus-Pandemie zu stoppen. Dennoch steigt die Zahl der Toten.

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