
Die US-Regierung stellt an Kryptowährungen die höchsten Standards im Hinblick auf die Bekämpfung von Geldwäsche und Terror-Finanzierung. Jede Digitalwährung einschließlich des Facebook-Projekts Libra, die in allen oder wesentlichen Teilen der Vereinigten Staaten operiere, müsse zweifelsohne den US-Regulierungsstandards entsprechen, sagte die im US-Finanzministerium zuständige Unterstaatssekretärin Sigal Mandelker am Dienstag in Bern.
Notenbanken, Aufseher und Politiker haben starke Vorbehalte gegen Cyberdevisen wie Libra. Im Juli forderte die Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7), dass Digitalwährungen den höchsten Aufsichtsstandards genügen müssen und die Stabilität des Finanzsystems nicht gefährden dürfen.
Mandelker tauscht sich in Bern mit Schweizer Behördenvertretern zu dem Thema aus. Die Libra Association hat ihren Sitz in Genf. Wegen der potenziellen Zahl der Nutzer – bei Facebook sind etwa 2,4 Milliarden Menschen registriert - könnte Libra im internationalen Geldsystem langfristig eine wichtige Rolle spielen.
Mehr: Der Widerstand gegen die Kryptowährung verfestigt sich. Selbst Gründungsmitglieder zögern. Doch das Konzept wird die Finanzwelt zweifellos prägen.