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Börsengang HelloFresh-Chef will SPAC an New Yorker Börse bringen

HelloFresh-Gründer Dominik Richter will laut Insidern auf die SPAC-Welle aufspringen. Quelle: dpa

Der SPAC-Hype geht weiter: Nach Rocket-Internet-Gründer Oliver Samwer will nun auch HelloFresh-Chef Dominik Richter eine Mantelgesellschaft an die New Yorker Börse bringen.

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Der Gründer und Firmenchef des Kochbox-Anbieters HelloFresh, Dominik Richter, will laut Insidern zusammen mit einem weiteren Investor auf die SPAC-Welle aufspringen. Ziel sei es, eine Mantelgesellschaft an die New Yorker Börse zu bringen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Verbindung zu HelloFresh werde es nicht geben.

Entsprechende Unterlagen für den Börsengang, bei dem zwischen 200 und 500 Millionen Dollar eingesammelt werden sollen, könnten den Insidern zufolge bereits in den kommenden zehn Tagen bei der US-Marktaufsicht SEC eingereicht werden. Richter arbeite zusammen mit dem Entrepreneur und Investor Roman Kirsch an der Neuemission der Mantelgesellschaft (SPAC, Special Purpose Acquisition Company), für die sie danach auf die Suche nach einem geeigneten Unternehmen gehen, das an die Börse will. Dieses solle aus dem Technologiesektor - mit Fokus auf Europa - kommen. Richter, Kirsch wie auch Investor Jan Beckers, der den Insidern zufolge im SPAC-Board sitzen wird, wollten keine Stellung nehmen.

Börsengänge von SPACs sind in den USA schwer in Mode und eröffnen vielen Unternehmen eine Abkürzung an den Kapitalmarkt. Erst vergangene Woche hatte Rocket-Internet-Gründer Oliver Samwer einen entsprechenden Prospekt eingereicht. Demnach will die Mantelgesellschaft bei Investoren bis zu rund 290 Millionen Dollar einsammeln. Pläne für ein solches Übernahmevehikel hat zudem der ehemalige Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier öffentlich gemacht. Inzwischen bringen sich auch in Deutschland die ersten Initiatoren solcher Börsenmäntel in Position. In Frankfurt plant Investor Klaus Hommels Finanzkreisen zufolge ein SPAC, das auf Technologiefirmen abzielt und dafür bis zu 400 Millionen Euro einsammeln will.

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Für die Initiatoren sind SPACs attraktiv, weil sie für ihren Aufwand belohnt werden, indem sie in der Regel 20 Prozent an dem leeren Börsenmantel bekommen, ohne dafür selbst Geld in die Hand zu nehmen. Nach dem Börsengang haben sie zwei Jahre Zeit, ein Unternehmen zu finden, das auf das SPAC verschmolzen wird und dieses mit Leben füllt. Scheitern sie, bekommen die Anleger ihr Geld zurück.

Mehr zum Thema: Börsenhülle für Start-ups: Platzt der SPACS-Hype in den USA?

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