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  4. Fallende Kurse bei Bitcoin, Tech-Aktie & Anleihen: Hurra, der Crash ist da!

09.03.2022, USA, New York: Ein Händler arbeitet an der New Yorker Börse (NYSE). Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch höher geschlossen. Der Dow stieg um 2,00 Prozent auf 33.286,25, der S&P 500 um 2,57 Prozent auf 4.277,88 und der Nasdaq um 3,59 Prozent auf 13.255,55. Foto: Michael Nagle/XinHua/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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BörsenWocheHurra, der Crash ist da!

Krypto, Tech-Aktien, Anleihen: An den Kapitalmärkten geht es rasant abwärts. Für betroffene Anleger ist das schmerzhaft – fürs Funktionieren des Markts aber nötig.Georg Buschmann 16.05.2022 - 08:00 Uhr

Was für eine spannende Zeit! Wir können an der Börse aktuell quasi in Echtzeit zusehen, wie eine von der lockeren Geldpolitik aufgepumpte Blase nach der anderen platzt. Allen voran der Kryptomarkt, der überhaupt erst aus einer Skepsis gegenüber dem staatlichen Geldmonopol und unkontrollierter Geldschöpfung entstand.

Viele Krypto-Fans müssen nun erfahren, dass die Kurse von Bitcoin, Ether und Co. auch fallen, wenn sich der monetäre Rückenwind der verhassten Zentralbank einmal in Gegenwind umkehrt. Dann taucht plötzlich die Frage auf, wozu der digitale Coin im eigenen Wallet eigentlich genau gut ist.

Der Abverkauf freilich aber betrifft auch andere Anlagekategorien. Hierzulande stechen derzeit die Aktien börsennotierter Immobilienentwickler besonders hervor. Die bekommen operativ von zwei Seiten Druck. Zum einen steigen die Baukosten massiv an, falls wegen knapper Ressourcen überhaupt gebaut werden kann. Zum anderen bringen die steigenden Zinsen die oft stark gehebelten Unternehmen schnell in finanzielle Schwierigkeiten.

Vergangene Woche etwa kappten die Entwickler Corestate und Instone ihre Jahresprognosen. Konkurrent Consus, Teil des testatlosen Skandalkonzerns Adler Group, steckt in noch größeren Turbulenzen.

Dass irgendwann eine solche Korrektur kommen und viele Blasen platzen würden, war klar und ist gesund. Die Geld-Verknappung wird dazu führen, dass es wieder dort hinfließt, wo es den größten wirtschaftlichen Nutzen stiftet, und dass nicht einfach aus einem Anlagenotstand heraus alles gekauft wird. Bewertungsfragen, solide Bilanzen – all das wird nun wieder wichtig werden. Gut so.

Natürlich ist ein Crash am Kapitalmarkt für Anlegerinnen und Anleger auch schmerzhaft. Mein eigenes Depot liegt seit Jahresstart 15 Prozent im Minus. Die BörsenWoche-Portfolios hat es glücklicherweise weniger getroffen, aber trotzdem haben auch sie seit Jahresanfang verloren.

Durch die laufende Phase der Bereinigung ganz unbeschadet hindurchzukommen, wird den Wenigsten gelingen.

Es gibt aber durchaus Anlageklassen, die zumindest den Gesamtmarkt schlagen sollten. Dazu zählen Aktien von finanzstarken, profitablen Unternehmen, wie wir sie in unserem konservativen Depot haben, oder etwa Finanzwerte.

Auch kürzer laufende Anleihen können jetzt helfen, das Depot abzufedern. Und dann wäre da noch die Krisenwährung schlechthin, Gold. Solange die Realzinsen negativ sind, sollte auch das Edelmetall zumindest Stabilität ins Depot bringen.

Bei mir jedenfalls ist Gold die einzige Depotposition, die seit Jahresbeginn nennenswert zugelegt hat.

Mein derzeit bestes Asset liegt aber gar nicht im Depot, sondern steht in der Garage. Weil die Lieferketten gestört und Neuwagen daher kaum zu bekommen sind, wird mein zehn Jahre alter Gebrauchter plötzlich zu Preisen gehandelt, für den ich ihn selbst vor sieben Jahren mal gekauft hatte.

Naja, fast zumindest. Schade nur, dass noch keine Bank auf die Idee gekommen ist, ein Zertifikat auf den Gebrauchtwagen-Markt aufzulegen.

Hier geht’s zum aktuellen Finanzbrief.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche an der Börse.

Foto: WirtschaftsWoche

Ihr Georg Buschmann

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