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Dax und deutsche AktienSo endet einer der außergewöhnlichsten Handelstage im Dax

US-Präsident Trump löst mit dem Zollkonflikt Marktpanik aus. Der Dax rutscht zehn Prozent ab, notiert dann kurz im Plus – und schließt tief im Minus.Martin Dowideit 07.04.2025 - 18:18 Uhr
Zum Auftakt der neuen Handelswoche ist der Deutsche Aktienindex (Dax) um rund zehn Prozent abgestürzt. Foto: Arne Dedert/dpa

Der Kursrutsch zum Ende der vergangenen Woche war nur der Anfang eines Ausverkaufs an den globalen Börsen. Der Zollkonflikt zwischen den USA und dem Rest der Welt hat eine Unsicherheit an den Märkten ausgelöst, die an die Zeit der Finanzkrise 2007/08 erinnert. Auch der Deutsche Aktienindex (Dax) ist heftig in Mitleidenschaft gezogen worden.

Am Montagmorgen rutschte der Index zunächst fast etwa zehn Prozent ins Minus und kämpfte sich dann Schritt für Schritt aus dem tiefen Minus nach oben. Kurzzeitig sprang der Index der 40 wichtigsten deutschen Aktien am Nachmittag sogar ins Plus.

Grund für das Zwischenhoch war eine Meldung, wonach die USA die geplanten Zölle für 90 Tage aussetzen könnten. Doch das Weiße Haus widersprach, US-Präsident Donald Trump kündigte stattdessen sogar mögliche weitere Verschärfungen der Zölle gegen China an. Und so rutschte der Dax zum Handelsende wieder vier Prozent ins Minus.

Die Aktie des Rüstungskonzerns Rheinmetall erlebte die größte Achterbahnfahrt. Sie stürzte am Montag zum Handelsauftakt mehr als zwanzig Prozent nach unten – und das, obwohl der Konzern von Aufrüstungsplänen rund um die Welt deutlich profitieren sollte. Die Aktie kletterte aus dem Tal rasant nach oben und stand sogar zeitweise als Tagesgewinner in der Liste der Dax-Werte. Den Handel beendete der Titel des Rüstungskonzerns schließlich mit einem Minus von 2,5 Prozent.

Auf Platz eins fand sich am Ende des Handelstages der Biotechnologiekonzern Qiagen mit einem Zugewinn von 2,3 Prozent. Die Aktie konnte sich nach einer Erhöhung der Gewinnprognose der Zollpanik entziehen. Der Diagnostikspezialist habe mit dem sehr starken ersten Quartal positiv überrascht, hieß es etwa von der DZ Bank.

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Die Gegenbewegung zur Unruhe auf dem Aktienmarkt war auf dem Markt für Staatsanleihen zu beobachten. Die Rendite für zehnjährige deutsche Staatsanleihen fiel zeitweise unter 2,5 Prozent. Das bedeutet: Würde die Bundesregierung jetzt neue Staatsanleihen auf den Markt bringen, müsste sie mit weniger als 2,5 Prozent Zinsen pro Jahr rechnen.

Damit bewegte sich die Rendite wieder auf dem Niveau, das vor der Ankündigung der Schuldenpakete durch die Unionsparteien und SPD gegolten hatte. Zwischenzeitlich hatte die Erwartung an den steigenden Finanzbedarf des Bundes die Rendite Anfang März auf 2,9 Prozent getrieben.

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