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Deutsche BörseTheodor Weimer wird Börsenchef

Die Nachfolge von Carsten Kengeter als Börsenchef ist geklärt. Der Aufsichtsrat berief Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der HypoVereinsbank, zum 1. Januar auf den Chefposten. 16.11.2017 - 16:31 Uhr

Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Hypo-Vereinsbank, ist der neue Chef der Deutschen Börse.

Foto: dpa

HypoVereinsbank-Chef Theodor Weimer wird neuer Boss der Deutschen Börse. Der Aufsichtsrat des Frankfurter Börsenbetreibers berief den 57-Jährigen am Donnerstag zum 1. Januar für zunächst drei Jahre als Nachfolger des zum Jahresende ausscheidenden Carsten Kengeter, der über eine Insiderhandels-Affäre gestolpert war. Der ehemalige Investmentbanker Weimer führt derzeit die Münchener Tochter der italienischen Großbank UniCredit seit 2009. Sein Vertrag war erst in diesem Jahr bis Ende 2020 verlängert worden. 

Weimer ist ein eher untypischer Vertreter der Finanzbranche. Anders als viele Kollegen hält der neue Börsenchef nicht viel von diskretem Understatement. Weimer äußert sich gern direkt: „Wir dürfen uns nicht zu Tode fürchten“, sagte er auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise 2009.

An der Spitze der HypoVereinsbank - einst zweitgrößtes deutsche Geldhaus - hatte Weimer in den vergangenen acht Jahren einen schwierigen Job. Und immer stand er dabei im Schatten der Mailänder Konzernzentrale, die ihre Auslandstöchter am engen Zügel führt.

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Carsten Kengeter tritt zurück

Eine Hauptaufgabe Weimers war die Schrumpfung: Die HVB beschäftigte vor seinem Amtsantritt 20 000 Mitarbeiter, heute hat die Bank noch 14 000 Vollzeitstellen. 2014 und 2015 schloss die HVB gut 240 Geschäftsstellen. Weimer managte den Abbau ohne große öffentliche Konflikte mit Mitarbeitern oder Gewerkschaften.

In der Finanzbranche bekannt sind auch Weimers Aktivitäten auf einem anderen Feld: Lange bevor die Frauenförderung in den Vorstandsetagen der deutschen Wirtschaft zum politischen Thema wurden, gab Weimer die Devise aus, mehr Frauen in Führungspositionen der HVB zu berufen.

Doch nun suchte er offensichtlich eine neue Aufgabe. Sein Vertrag bei der Hypovereinsbank wäre eigentlich noch bis 2020 gelaufen.

rtr, dpa
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