Dividenden: Ausschüttungen sind die Rettung für Anleger
Platz 1: Familie Schaeffler
Unternehmen/Branche: Continental, Schaeffler (Autozulieferer)
Einnahmen (in Mio. €)*: 549
* Brutto-Schätzungen nach veröffentlichten Stimmrechten und Stiftungsanteilen, teilweise umgerechnet.
Im Bild Maria-Elisabeth Schaeffler-Thurmann.
Quelle: Unternehmen, Bundesanzeiger, BaFin, Bloomberg, Creditreform, DSW, Hoppenstedt, eigene Berechnungen
Foto: dpaPlatz 2: Stefan Quandt
Unternehmen/Branche: BMW (Auto), Gemalto (IT), Heel (Pharma)
Einnahmen (in Mio. €): 449
Foto: REUTERSPlatz 3: Klaus-Michael Kühne
Unternehmen/Branche: Kühne + Nagel, Hapag Lloyd (Logistik)
Einnahmen (in Mio. €): 429
Foto: APPlatz 4: Susanne Klatten
Unternehmen/Branche: u.a. BMW (Auto), Altana (Chemie)
Einnahmen (in Mio. €): 420
Foto: dpaPlatz 5: Familie Reimann
Branche/Unternehmen: u.a. Reckitt Benckiser (Konsum), Coty (Kosmetik), Jimmy Choo (Schuhe)
Einnahmen (in Mio. €): 350
Foto: REUTERSPlatz 6: Familien Piëch/Porsche
Unternehmen/Branche: VW (Auto)
Einnahmen (in Mio. €): 340
Foto: dapdPlatz 7: Familie Merck
Unternehmen/Branche: Merck Darmstadt (Pharma)
Einnahmen (in Mio. €): 305
Foto: dpaPlatz 8: Die Brüder Samwer
Unternehmen/Branche: Rocket Internet (Onlinehandel)
Einnahmen (in Mio. €): 287
Auf dem Bild zu sehen ist Oliver Samwer, einer der drei Brüder.
Foto: dpaPlatz 9: Heinz H. Thiele
Unternehmen/Branche: Vossloh (Verkehr), Knorr-Bremse (Autozulieferer)
Einnahmen (in Mio. €): 239
Foto: dpa/dpawebPlatz 10: Familie Henkel
Unternehmen/Branche: Henkel (Konsum)
Einnahmen (in Mio. €): 204
Auf dem Foto ist Henkel-Erbin Simone Bagel-Trah, die Urenkelin des Firmengründers Fritz Henkel, zu sehen.
Foto: dpaPlatz 11: Friedhelm Loh
Unternehmen/Branche: Friedhelm Loh Group (Schaltanlagen), Kuka (Roboter), Kloco (Stahlhandel)
Einnahmen (in Mio. €): 200
Foto: dpaPlatz 12: Boehringer/v. Baumbach
Unternehmen/Branche: Boehringer Ingelheim (Pharma)
Einnahmen (in Mio. €): 189
Auf dem Foto ist Christian Boehringer, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses von Boehringer Ingelheim zu sehen.
Foto: dpaPlatz 13: Familie Otto
Unternehmen/Branche: Otto-Konzern, Dt. Euroshop (Handel), ECE Immobilien
Einnahmen (in Mio. €): 182
Foto: PressePlatz 14: Familie Siemens
Unternehmen/Branche: Siemens (Technologie)
Einnahmen (in Mio. €): 174
Auf dem Foto ist Nathalie von Siemens zu sehen, die Vorstandssprecherin der Siemens-Stiftung.
Foto: PressePlatz 15: Aloys Wobben
Unternehmen/Branche: Enercon (Windanlagen)
Einnahmen (in Mio. €): 150
Foto: REUTERSPlätze 16-20
Platz 16: Familie Freudenberg Unternehmen/Branche: Freudenberg (Technologie) Einnahmen (in Mio. €)*: 125 |
Platz 17: Hasso Plattner (im Bild) Unternehmen/Branche: SAP (Software) Einnahmen (in Mio. €)*: 115 |
Platz 18: Familie von Finck Unternehmen/Branche: u.a. SGS (Dienstleistungen), Mövenpick (Gastronomie), Custodia (Beteiligungen) Einnahmen (in Mio. €)*: 110 |
Platz 19: Familie Springer Unternehmen/Branche: Springer (Medien) Einnahmen (in Mio. €)*: 102 |
Platz 20: Erben Tschira Unternehmen/Branche: SAP (Software) Einnahmen (in Mio. €)*: 101 |
* Brutto-Schätzungen nach veröffentlichten Stimmrechten und Stiftungsanteilen, teilweise umgerechnet.
Foto: REUTERSPlätze 21-25
Platz 21: Familie Stotmeister Unternehmen/Branche: Sto (Bau) Einnahmen (in Mio. €)*: 99 |
Platz 22: Familie Fielmann Unternehmen/Branche: Fielmann (Brillen) Einnahmen (in Mio. €)*: 95 |
Platz 23: Würth (im Bild: Reinhold Würth) Unternehmen/Branche: Würth (Montagetechnik) Einnahmen (in Mio. €)*: 86 |
Platz 24: Dietmar Hopp Unternehmen/Branche: SAP (Software) Einnahmen (in Mio. €)*: 72 |
Platz 25: Familie Weisser Unternehmen/Branche: Marquard & Bahls (Mineralöl) Einnahmen (in Mio. €)*: 63 |
* Brutto-Schätzungen nach veröffentlichten Stimmrechten und Stiftungsanteilen, teilweise umgerechnet.
Foto: dpaPlätze 26-30
Platz 26: Familie Hueck Unternehmen/Branche: Hella (Autozulieferer) Einnahmen (in Mio. €)*: 62 |
Platz 27: Familie Leibinger (im Bild: Nicola Leibinger-Kammüller) Unternehmen/Branche: Trumpf (Maschinenbau) Einnahmen (in Mio. €)*: 62 |
Platz 28: Ludwig Merckle Unternehmen/Branche: u. a. Heidelcement (Bau), Kässbohrer (Fahrzeuge), Phoenix (Pharmahandel) Einnahmen (in Mio. €)*: 62 |
Platz 29: Siegfried Meister Unternehmen/Branche: Rational (Großküchenbau) Einnahmen (in Mio. €)*: 55 |
Platz 30: Familie Wacker Unternehmen/Branche: Wacker Chemie (Chemie) Einnahmen (in Mio. €)*: 53 |
* Brutto-Schätzungen nach veröffentlichten Stimmrechten und Stiftungsanteilen, teilweise umgerechnet.
Foto: dpaPlätze 31-35
Platz 31: Ralph Dommermuth Unternehmen/Branche: United Internet (Telekom, Internet) Einnahmen (in Mio. €)*: 49 |
Platz 32: Familie Roßmann (im Bild: Dirk Roßmann) Unternehmen/Branche: Rossmann (Drogeriemärkte) Einnahmen (in Mio. €)*: 49 |
Platz 33: Familie W. und M. Herz Unternehmen/Branche: u. a. Beiersdorf, Tchibo (Konsum) Einnahmen (in Mio. €)*: 48 |
Platz 34: Familie Schmidt-Ruthenbeck Unternehmen/Branche: Metro (Handel) Einnahmen (in Mio. €)*: 46 |
Platz 35: Familie Freier Unternehmen/Branche: s. Oliver (Handel) Einnahmen (in Mio. €)*: 46 |
* Brutto-Schätzungen nach veröffentlichten Stimmrechten und Stiftungsanteilen, teilweise umgerechnet.
Foto: dpaPlätze 36-40
Platz 36: Familie Haniel Unternehmen/Branche: Metro (Handel) Einnahmen (in Mio. €)*: 40 |
Platz 37: Familie Jacobs Unternehmen/Branche: u. a. Barry Callebaut (Konsum) Einnahmen (in Mio. €)*: 39 |
Platz 38: Liz Mohn (im Bild) Unternehmen/Branche: Bertelsmann (Medien) Einnahmen (in Mio. €)*: 34 |
Platz 39: Familie Heraeus Unternehmen/Branche: Heraeus (Metalle, Technologie) Einnahmen (in Mio. €)*: 34 |
Platz 40: Georg Nemetscheck Unternehmen/Branche: Nemetscheck (Software) Einnahmen (in Mio. €)*: 33 |
* Brutto-Schätzungen nach veröffentlichten Stimmrechten und Stiftungsanteilen, teilweise umgerechnet.
Foto: dpaPlätze 41-45
Platz 41: Familie Braun (im Bild: Ludwig Georg Braun) Unternehmen/Branche: B. Braun Melsungen (Medizintechnik) Einnahmen (in Mio. €)*: 32 |
Platz 42: Lutz Helmig Unternehmen/Branche: Aton (Beteiligungen) Einnahmen (in Mio. €)*: 30 |
Platz 43: Dieter Schnabel Unternehmen/Branche: Helm (Chemie) Einnahmen (in Mio. €)*: 30 |
Platz 44: Familie Fuchs Unternehmen/Branche: Fuchs Petrolub (Chemie) Einnahmen (in Mio. €)*: 28 |
Platz 45: Familie Günther Herz Unternehmen/Branche: u. a. DNV (Schiffsklassifizierung), Vapiano (Gastronomie) Einnahmen (in Mio. €)*: 24 |
* Brutto-Schätzungen nach veröffentlichten Stimmrechten und Stiftungsanteilen, teilweise umgerechnet.
Foto: dpaPlätze 46-49
Platz 46: Familie Sixt (im Bild: Erich Sixt) Unternehmen/Branche: Sixt (Autovermietung) Einnahmen (in Mio. €)*: 22 |
Platz 47: Familie Dürr Unternehmen/Branche: Dürr, Homag (Maschinenbau) Einnahmen (in Mio. €)*: 21 |
Platz 48: Familie Kroneseder Unternehmen/Branche: Krones (Maschinenbau) Einnahmen (in Mio. €)*: 20 |
Platz 49: Klaus-Peter Schulenberg Unternehmen/Branche: CtS Eventim (Konzerte) Einnahmen (in Mio. €)*: 19 |
Foto: dpa
Die Aktienkurse bröckeln ab und gleichzeitig sinken die Zinsen auf immer neue Tiefstände - der Jahresstart hätte kaum schlechter laufen können für die Anleger in Deutschland. Doch es gibt einen Lichtblick bei der Geldanlage: die Dividenden. Die börsennotierten Unternehmen dürften in diesem Jahr so viel Bares ausschütten wie niemals zuvor.
Die Anleger scheinen sich nach dem historisch schwachen Jahresstart am deutschen Aktienmarkt geradezu nach etwas Stabilität zu sehnen. Schließlich war der Dax von Anfang Januar bis Mitte Februar um bis zu 19 Prozent eingebrochen, bevor er sich zuletzt wieder ein Stück weit erholte. „In diesen Zeiten, die durch viel Unsicherheit geprägt sind und in denen sich zu viele Investoren von Panikverkäufen anstecken lassen, gibt es ein Thema, auf das sich die Anleger (...) verlassen können“, betont Analyst Michael Bissinger von der DZ Bank, „und das sind die Dividenden.“
Aktuell trübt die Laune der Anleger nicht nur die Achterbahnfahrt an den Börsen, sondern auch die Aussicht auf ein weiteres Jahr mit mikroskopisch kleinen Sparzinsen. „Der Weltspartag ist kein Freudentag mehr, er ist ein Volkstrauertag“, unkt Aktienmarktstratege Robert Halver von der Baader Bank.
Und die Lage ist schlimmer als zuvor: Die ultra-expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank habe zwischenzeitlich über 70 Prozent der deutschen Bundesanleihen in den negativen Rendite-Bereich gedrückt, merkt DZ-Experte Bissinger an. Dabei galten deutsche Staatsanleihen eigentlich als sichere Bank für Anleger.
Für Freude sorgt deshalb Halver zufolge die Aussicht auf einen recht regelmäßigen Einkommensstrom aus Dividenden, der zumindest einen Teil der entgangenen Zinszahlungen kompensieren könne. Dabei ist der Dividendenkuchen dieses Jahr auf Rekordhöhe angewachsen: Mit über 38 Milliarden Euro - rund drei Prozent mehr als im Vorjahr - dürften die deutschen Unternehmen 2016 so viel Dividende ausschütten wie nie zuvor, rechnet die DZ Bank vor.
Da verwundert es kaum, dass sich die Anleger ein möglichst großes Stück vom Kuchen sichern wollen. So griffen sie jüngst beherzt bei den Aktien der Deutschen Börse zu, die eine Dividendenerhöhung angekündigt hatte. Auch so manches kleinere Unternehmen zeigt sich in Sachen Dividende spendierfreudig, etwa der Büroausstatter Takkt oder erst am Montag das Karriere-Netzwerk Xing.
Dagegen erlebten die Anleger bei RWE ihr blaues Wunder: Der eigentlich für seine stabile Ausschüttung bekannte Versorger hat fast seine gesamt Dividende gestrichen - die Aktie stürzte daraufhin um mehr als zwölf Prozent ab.