Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Erleichterung nach Fed-Sitzung stützt US-Börsen
Die Erleichterung nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed hat die Wall Street am Donnerstag ins Plus gehievt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung ein halbes Prozent fester bei 38.076 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,6 Prozent auf 5049 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann ein Prozent auf 15.758 Stellen.
Die Währungshüter erklärten zwar am Mittwoch, dass es in den vergangenen Monaten keine weiteren Fortschritte in Richtung des Inflationsziels von zwei Prozent gegeben habe. Fed-Chef Jerome Powell linderte allerdings die jüngsten Sorgen der Anleger, dass es eventuell zu weiteren Zinserhöhungen kommen könnte. „Die Botschaft der Mitteilung und der Pressekonferenz war, dass zwar nicht unbedingt früher, dafür aber mit etwas mehr Zinssenkungen zu rechnen ist“, sagte Brian Nick, Stratege beim Analysehaus Macro Institute.
Bei den Unternehmen ging es weiter mit den Konzernbilanzen und -prognosen. Gefragt nach einem starken Finanzbericht waren etwa die Aktien von Qualcomm, die um knapp sieben Prozent zulegten. Die steigende Nachfrage nach Handys mit KI-Funktionen lässt den weltgrößten Anbieter von Smartphone-Chips optimistisch in die Zukunft blicken.
Blick auf die Einzelwerte
Door Dash: Eine enttäuschende Quartalsprognose des US-Essenslieferdienstes Door Dash setzt der Aktie zu. Die Papiere rutschen um rund 14 Prozent ab. Das Unternehmen hat für das zweite Quartal ein operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen 325 und 425 Millionen Dollar prognostiziert. Der Mittelpunkt verfehlte dabei die durchschnittliche Analystenprognose von 393,8 Millionen Dollar.
Experten verwiesen auf die erhöhten Investitionskosten von DoorDash, die die Gewinne aus größeren Bestellungen ausglichen. „Das Management glaubt, dass die Investitionen in der ersten Jahreshälfte 2024 eine Hebelwirkung in der zweiten Hälfte erzeugen werden, aber es ist nicht ganz sicher, dass DoorDash sein Ebitda in der zweiten Jahreshälfte steigern kann“, schrieben Experten von JP Morgan.
Etsy: Die Aktien des Online-Marktplatzes fallen um rund 16 Prozent. Das Unternehmen verfehlte die Gewinn- und Umsatzerwartungen im ersten Quartal. Der Nettogewinn lag bei 63 Millionen Dollar, Analysten hatten im Schnitt mit rund 67,4 Millionen gerechnet. Schwindende Verbraucherausgaben und ein starker Wettbewerb durch kostengünstige E-Commerce-Plattformen wie Temu machen der auf Kunsthandwerk spezialisierten Firma zu schaffen.
Peloton: Der Heimtraineranbieter Peloton leidet unter der schleppenden Nachfrage und kürzt 15 Prozent der Stellen, was etwa 400 Mitarbeitern entspricht. Zudem verlässt Chef Barry McCarthy das Unternehmen, das bekannt ist für seine Fitnesskurse auf seinen Hightech-Heimfahrrädern.
Peloton sei auf der Suche nach einem neuen Chef, teilte die Firma am Donnerstag mit. Zudem soll die Zahl der Peloton-Läden sinken. Während der Corona-Pandemie boomte das Geschäft mit den teuren Rädern, seit ihrem Abebben flaute die Nachfrage danach allerdings ebenfalls ab. Die Aktie verliert rund drei Prozent.