Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Verschnaufpause an der Wall Street – 3M-Aktie rutscht über zehn Prozent ab
US-Anleger haben sich angesichts einer Flut von Firmenbilanzen am Dienstag zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag 0,2 Prozent tiefer bei 37.923 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq notierten je 0,1 Prozent höher bei 4854 und 15.379 Punkten.
Nach der Rekordjagd vom Wochenstart, getrieben vom Technologie- und Chipsektor, blieben die Anleger auf der Hut. „Der Markt hat sich ziemlich verausgabt, und die Sorge ist, wie sehr er Zinssenkungen einkalkuliert hat und wie viele, und ob er enttäuscht sein wird, wenn diese Zinssenkungen nicht eintreten“, sagte Robert Pavlik, Portfolio-Manager bei Dakota Wealth.
Einen Kurssturz von mehr als zehn Prozent mussten die Investoren von 3M verkraften. Der Industriekonzern prognostizierte für das Gesamtjahr einen Gewinn, der unter den Schätzungen der Wall Street lag.
Auch bei Johnson & Johnson (J&J) ging es 2,3 Prozent nach unten, obwohl der Pharmakonzern dank guter Geschäfte mit seinem Top-Medikament Stelara und seiner Medizintechniksparte besser abgeschnitten hatte als erwartet.
Blick auf weitere Einzelwerte
Halliburton: Ein besser als erwartet ausgefallener Quartalsgewinn bei lockt die Anleger an. Die Aktien des Ölfelddienstleisters steigen um 3,3 Prozent.
Ein starkes Wachstum der internationalen Offshore- und Übersee-Bohraktivitäten kurbelte im vierten Quartal die Nachfrage nach Ölfelddienstleistungen und -ausrüstungen an. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 86 Cent. Analysten hatten im Schnitt mit 80 Cent gerechnet.
General Electric: Die Aktien fielen um 1,3 Prozent ab, nachdem der Industrieriese eine schwächer als erwartete Prognose für das erste Quartal veröffentlicht hatte. Das Unternehmen rechnet mit einem Gewinn pro Aktie zwischen 60 und 65 Cents und liegt damit deutlich unter der LSEG-Schätzung von 72 Cents pro Aktie.
United Airlines: Die Aktien der Fluggesellschaft stiegen nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse um 6,9 Prozent. United Airlines meldete einen Gewinn von zwei Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 13,63 Milliarden Dollar und lag damit über den Erwartungen der von LSEG befragten Analysten von 1,69 $ pro Aktie und 13,54 Mrd. $ Umsatz.
Das Unternehmen teilte außerdem mit, dass es aufgrund von Flugverboten für die Boeing 737 Max 9 im ersten Quartal mit einem Quartalsverlust zwischen 35 und 85 Cents rechnet.
Procter & Gamble: Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern senkt seine Gewinnprognose wegen der milliardenschweren Abschreibung auf die Rasierer-Tochter Gillette. Für das Geschäftsjahr 2023/24 rechnet P&G nun mit einem Rückgang des Gewinns je Aktie um bis zu ein Prozent oder bestenfalls mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau. Die Aktie kann aber fünf Prozent zulegen.