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KapitalvernichterMit diesen Albtraum-Aktien verloren Anleger am meisten

Das Jahr 2018 war der Horror für Aktionäre. Wie geht es für Anleger an der Börse weiter?Mark Fehr 13.03.2019 - 20:48 Uhr

Kapitalvernichter: Wo 2018 Anleger am meisten verloren.

Foto: imago images

Um 19 Prozent hat der Dax, Leitindex für den deutschen Kapitalmarkt, im vergangenen Jahr nachgegeben. Aber es geht noch schlimmer. Rund 44 Prozent bergab ging es bei den 50 schlechtesten Aktien im Prime Standard der Deutschen Börse, wie die Anlegerlobby DSW in ihrer jährlichen Schreckensliste der größten Kapitalvernichter errechnet hat.

Ganz unten steht das Pharmaunternehmen Mologen mit einem Minus von rund 85 Prozent, gefolgt vom Möbelhersteller Steinhoff und dem Textilunternehmen Gerry Weber International. Der Dax-Riese Deutsche Bank landet auf Platz 10 der Negativliste. In das Ranking fließt aber auch die mittelfristige Entwicklung über fünf Jahre ein. Wesentlich geringer fielen 2018 die Verluste im innovativen TecDax mit einem Minus von „nur“ fünf Prozent aus.

Auch bei den zahlreichen Börsenneulingen des Jahres 2018 ist die DSW-Bilanz für Anleger negativ. Rund 19 Prozent verlor, wer zu gleichen Teilen bei allen 17 Börsengängen zeichnete. Die größten Verluste brachten der Autozulieferer STS Group, gefolgt von den Wohn- und Möbelshops Westwing und home24. Im Plus dagegen liegt, wer jeweils beim Medizintechniker Siemens Healthineers, beim Cybersicherheitsunternehmen Cyan oder beim Bildverarbeitungsexperten Stemmer Imaging zugriff.

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Zu den wenigen Lichtblicken für Anleger gehört der eher unbekannte Berliner Finanzdienstleister Hypoport. Der SDax-Wert schnitt laut DSW über die vergangen fünf Jahre am besten ab, gefolgt von dem Biotechunternehmen Evotec.

Trotz des schlechten Börsenjahrs 2018 rechnet die DSW für die bevorstehende Hauptversammlungssaison mit einem Dividendenrekord in Form von Gewinnausschüttungen an die Aktionäre in Höhe von 50 Milliarden Euro. „Allerdings dürfte damit das Ende der Rekordjagd vorerst erreicht sein“, sagt Anlegeranwalt und DSW-Vizepräsident Klaus Nieding.

Üppige Gewinnausschüttungen sorgen vor allem bei fallenden Kursen für höhere Dividendenrenditen. Anleger sollten dieser Kennzahl daher nicht blind trauen. „Hohe Dividendenrenditen können ein Zeichen von Problemen sein“, warnt DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler.

Das Börsenjahr 2019 wird turbulent bleiben. So verschiebt die Volkswagen-Tochter Traton ihren fast schon als sicher geglaubten Börsengang wegen der schwankenden Märkte überraschend. Wer beim ursprünglich noch vor Ostern geplanten Traton-IPO auf die margenträchtige Lkw-Sparte von VW setzen wollte, muss sich also gedulden.

Volatil geht es auch beim Dax-Aufsteiger Wirecard weiter. Der weltweit tätige Zahlungsdienstleister hat laut DSW im Bärenjahr 2018 ganz gegen den Trend um 43 Prozent zugelegt und sich damit an die Dax-Spitze gesetzt. Im laufenden Jahr litten die Kurse jedoch deutlich unter Leerverkaufsattacken und Medienberichten über falsche Zahlen und Betrug bei einer Unternehmenstochter in Singapur.

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