Kunststoffkonzern: Covestro fliegt nach Weihnachten aus dem Dax
ARCHIV - 11.01.2021, Nordrhein-Westfalen, Leverkusen: Das Logo des Kunststoffkonzerns Covestro leuchtet vor der Unternehmenszentrale am Chempark Leverkusen. (zu dpa: «Kunststoffhersteller Covestro vor Übernahme durch Araber») Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Foto: Oliver Berg/dpaDer Kunststoffkonzern Covestro muss nach der Übernahme durch Adnoc den Dax außerplanmäßig verlassen. Stattdessen rückt am Freitag nach Weihnachten (27. Dezember) die Aktie von Fresenius Medical Care (FMC) in den deutschen Leitindex nach, wie die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx am Mittwochabend mitteilte.
Der Öl-Riese Adnoc aus Abu Dhabi hatte am Mittwoch bekanntgegeben, er habe sich über seine Tochter XRG gut 91 Prozent der Anteile an Covestro gesichert. Mit einem Streubesitz unter zehn Prozent erfüllt das Unternehmen aus Leverkusen nicht mehr die Voraussetzungen für einen Platz im Dax.
Für den Dialyse-Spezialisten FMC ist es eine Rückkehr nach eindreiviertel Jahren. Auch sein Großaktionär Fresenius ist Teil des Dax. Für FMC rückt die Vonovia-Tochter Deutsche Wohnen in den Nebenwerteindex MDax nach. Der Wohnungskonzern erfüllt mit einem Streubesitz von zwölf Prozent das Kriterium für einen Index-Platz nur knapp. Der bevorstehende Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag könnte dazu führen, dass der Streubesitz in absehbarer Zeit weiter sinkt. In den Kleinwerteindex SDax kehrt zum 27. Dezember der Laser-Spezialist LPKF zurück.
In den SDax steigen drei Unternehmen auf: die Softwarefirma Nexus, der Börsenneuling Springer Nature un die Münchner Biotech-Firma Formycon. Sie ersetzen den Büromöbelhändler Takkt, die Thyssenkrupp-Wasserstoff-Tochter Nucera und die auch an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete US-Netzwerkfirma Adtran Holdings, die Mutter der bayerischen Adtran Networks (früher Adva Optical).
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