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Musterdepots Die Stunde der Verlierer

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Ulf Sommer fällt auf, dass die stärksten Dax-Titel des Jahres etwas gemeinsam haben.

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Depot-Strategien: Individuelle Einschätzungen der Markt-Experten

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Lufthansa, Commerzbank, Eon und RWE sind mit Kursgewinnen zwischen 60 (Eon) und 130 (Lufthansa) Prozent die erfolgreichsten Dax-Titel auf Sicht von zwölf Monaten. Alle vier Aktien zählten im vergangenen Jahrzehnt aus ganz unterschiedlichen Gründen eher zu den Verlierern. Die Trendwende zeigt, dass Anleger am meisten mit Aktien profitieren, deren Unternehmen wie die Versorger auf neue Rahmenbedingungen kraftvoll reagieren, die wie die Commerzbank von Übernahmefantasie profitieren, oder aber die wie die Lufthansa im harten Wettbewerb offenbar als Gewinner hervorgehen.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Zu den wichtigsten Vorteilen unseres Anlageprozesses gehört die Meinungsfreiheit sowie der Ausschluss der Emotionen bei den Investmententscheidungen. Die Investitionsquote wird über ein Wertsicherungsmodell gesteuert, welches von uns diskretionär nicht „überstimmt“ werden darf. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt aufgrund strikter fundamentaler Kriterien. Dies versetzt uns in eine komfortable Lage, in der wir keine explizite Meinung zum weiteren kurzfristigen Verlauf der Börsen brauchen. Zusammen mit unserer Erfahrung bei der Entwicklung der Bewertungsmodelle bildet dies eine robuste Grundlage für unseren Anlageprozess.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

In unserem Musterdepot halten wir seit langer Zeit die Apple-Aktie. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist Apple mit großem Abstand das wertvollste Unternehmen der Welt. Mit US-Dollar 174,10 notiert die Aktie knapp unter dem all-time-high und hat seit Jahresbeginn über 50 Prozent gewonnen. In unserem Musterdepot betrug der Anstieg nur 32 Prozent, da gleichzeitig der US-Dollar gegenüber dem Euro verloren hat. 17 von 20 Analysten raten, die Apple-Aktie zu kaufen, der Rest gibt eine Halte-Empfehlung. Wir bleiben investiert, auch weil die Nachhaltigkeitsbewertung sehr gute 87,18 Punkte beträgt.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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