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Nikkei, Topix und Co. Asien-Märkte bereiten sich auf Zentralbanken-Entscheidungen vor

Die Anleger in Asien blicken gespannt auf die Treffen der Notenbanken in dieser Woche. An den Märkten herrscht Optimismus, dass es geldpolitisch in die richtige Richtung geht.

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Die asiatischen Anleger gehen optimistisch in die neue Börsenwoche. Quelle: dpa

Die asiatischen Aktienmärkte legen am Montag zunächst zu. Die Anleger sind anscheinend zuversichtlich, dass die Märkte alles überstehen, was in dieser Woche auf sie zukommt: Premierminister Boris Johnson warnte wegen der Virus-Variante Omikron vor einer „Flutwelle“ an Neuinfektionen und es wird erwartet, dass die US-Notenbank Fed diese Woche eine schnellere Rückführung der Wertpapierkäufe und damit einen früheren Beginn der Zinserhöhungen signalisieren wird.

Auch die Europäische Zentralbank, die Bank of England und die Bank of Japan steuern auf eine Normalisierung der Geldpolitik zu. „Die Aussichten auf eine globale Geldpolitik, die sich in mehreren Ländern in unterschiedlichem Tempo entwickelt, sind ein Rezept für Volatilität, und man könnte argumentieren, dass auch die Risiken rund um den Virus gestiegen sind“, sagte John Briggs, Anlagestratege bei NatWest Markets.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent höher bei 28.697 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,5 Prozent und lag bei 1985 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,9 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,2 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 113,52 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,3624 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9219 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1295 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0415 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,2 Prozent auf 1,3249 Dollar.

Japans Autobauer wegen Lieferkrise bei Komponenten weiter besorgt

Die Lieferkrise bei Elektronik-Bauteilen bereitet der japanischen Automobilindustrie jedoch weiter Sorgen. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Quartalsumfrage („Tankan“) der japanischen Notenbank hervorgeht, sank der darin ermittelte Stimmungsindex für die Autobauer um Branchenprimus Toyota zwischen September und Dezember um einen Punkt im Vergleich zum Vorquartal auf minus acht. Ein negativer Index bedeutet, dass die Pessimisten in der Branche in der Mehrheit sind. Branchenübergreifend verharrte der Stimmungsindex für die gesamte Großindustrie des Landes bei plus 18, nachdem sich die Stimmung in den fünf vorangegangenen Quartalen aufgehellt hatte.

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    Japans Automobilindustrie, die das Rückgrat der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt darstellt, hatte wegen fehlender Zulieferteile und Halbleiter-Engpässen die Produktion in den vergangenen Monaten drosseln müssen. Dagegen hellte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor des Landes nach der Aufhebung des Corona-Notstands im Oktober weiter deutlich auf und liegt jetzt wieder auf dem Niveau vor Beginn der Pandemie, wie der Tankan zeigt.

    Der Index für die nicht produzierenden Unternehmen stieg der Quartals-Umfrage zufolge zum Dezember auf plus neun nach plus zwei im September. Damit verbessert sich die Stimmung in den Manageretagen dieser Unternehmen seit nunmehr sechs Quartalen, wenngleich die Erholung weiterhin hinter der in der Großindustrie hinterherhinkt.

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