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Nikkei, Topix und Co Lieferengpässe holen Asien-Börsen auf den Boden der Tatsachen zurück

Die Anleger in Asien werden durch die Bilanzsaison wieder an die Lieferengpässe erinnert – was die Kauflaune verdirbt. Die Märkte öffnen im Minus.

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Die Anleger in Asien hoffen, dass die Lieferengpässe bis zum Ende des Jahres abklingen. Quelle: dpa

Die asiatischen Börsen rutschen am Donnerstag zunächst ab. Die Berichte der Unternehmen in der Bilanzsaison riefen den Anlegern die weltweiten Lieferengässe wieder ins Gedächtnis. „Der Markt geht davon aus, dass die Auswirkungen der Chip-Knappheit bis Ende des Jahres abklingen werden. Wenn das Problem jedoch auch im nächsten Jahr bestehen bleibt, werden die Anleger sicherlich weniger zuversichtlich sein, was die Aussichten angeht“, sagte Masayuki Murata, General Manager für ausgewogene Portfolioinvestitionen bei Sumitomo Life Insurance.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 28.826 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,7 Prozent und lag bei 2000 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,3 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 113,61 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,3976 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9181 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1607 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0656 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3741 Dollar.

Japans Zentralbank senkt Wachstumsprognose

Japans Wirtschaft wird im laufenden Fiskaljahr nach Einschätzung der Zentralbank geringer wachsen als angenommen. Wie die Bank of Japan (BoJ) am Donnerstag nach Abschluss zweitägiger Beratungen bekanntgab, dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im noch bis 31. März laufenden Steuerjahr um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Zuvor hatte die Notenbank noch ein Wachstum von 3,8 Prozent prognostiziert. Vor diesem Hintergrund entschieden die Währungshüter, die geldpolitischen Zügel extrem gelockert zu lassen.

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    Japanische Geschäftsbanken können sich mit der Entscheidung der Zentralbank weiterhin so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen. Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen weiterhin billig bleiben. Die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt hatte im Zuge der Corona-Krise einen Rekordeinbruch erlitten. Zwar rappelt sich Japan inzwischen wieder auf. Viele Ökonomen rechnen jedoch damit, dass es noch Jahre dauern wird, bis sich die asiatische Wirtschaftsmacht vollständig von den Auswirkungen der globalen Pandemie erholt haben wird.

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