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Rückblick 2017 Die besten Aktienempfehlungen des Jahres

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Mehr als ein netter Service

Dieser Rückblick ist mehr als nur ein netter Service. Oft haben sich die aktualisierten Ratschläge ausgezahlt. Den russischen Ölkonzern Lukoil schauten wir uns im Januar 2017 zum Beispiel erneut an, nachdem eine Empfehlung von 2015 satte 66 Prozent Kursplus gebracht hatte. Wir rieten, Gewinne mitzunehmen. Danach sank der Kurs um rund 25 Prozent. Im Februar hatten wir die Aktie des niederländischen Fahrradherstellers Accell Group für kaufenswert erachtet. Eine Kaufofferte trieb den Kurs dann um 50 Prozent. Im Mai rieten wir zur Gewinnmitnahme. Eine gute Entscheidung: Aus der angestrebten Fusion mit der niederländischen Pon Holdings wurde letztlich nichts, Accells Kurs liegt auch jetzt noch 20 Prozent unter dem Niveau vom Mai 2017. Beim britischen Prozessfinanzierer Burford Capital hingegen blickten wir im März auf gigantische 260 Prozent Kursplus seit unserer ersten Empfehlung im Januar 2016 zurück. Trotz des hohen Anstiegs hielten wir die Aktie weiter für aussichtsreich. Das war sie auch: In der Spitze stieg sie nach dieser Empfehlung 2017 noch weitere 52 Prozent.

Natürlich gab es auch Empfehlungen, die nicht aufgingen. Im September rieten wir zum Kauf des US-Biotechkonzerns Celgene. Zwar sei die Aktie nicht billig. Da es aber eigentlich keine Konkurrenz gebe, rechtfertigten die guten Geschäftsaussichten trotzdem einen Kauf, schrieben wir damals. Im Oktober brach ihr Kurs dann ein. Die Entwicklung eines aussichtsreichen Medikaments gegen die Krankheit Morbus Crohn wurde gestoppt, weil Studien keine ausreichend großen Erfolgschancen zeigten. Der Aktienkurs fiel unter unseren Stoppkurs, 25 Prozent Verlust standen zu Buche.

Den US-Hersteller von Festplatten und Speichermedien Seagate hatten wir schon im Februar zum Kauf empfohlen – wir setzten hier auf einen Turnaround. Daraus wurde nichts. Der Kurs sackte erstmals im April, dann erneut im Juli ab, auch unter unseren Stoppkurs. Fast 20 Prozent Kursverlust an einem Tag waren allein am 25. Juli zu verdauen, weil Seagate enttäuschende Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Auch hier mussten Leser, die unserer Empfehlung gefolgt waren, immerhin 25 Prozent Verlust hinnehmen. Gleichzeitig rettete sie der Stoppkurs vor noch höheren Verlusten. Auf dem Tief lag der Seagate-Kurs noch 19 Prozent unter unserem Stoppkurs.

Gut, dass solche Flops die Ausnahme waren. Nur acht der über 250 Empfehlungen 2017 fielen unter unsere Stoppkurse. Manche davon sind mittlerweile auch wieder einen zweiten Blick wert, etwa das brasilianische Bergbauunternehmen Vale. Hier raten wir jetzt wieder zum Kauf, nachdem die von uns im März 2017 empfohlene Aktie im Mai unter den Stoppkurs gefallen war.

Aktuelle Einschätzungen für alle besonders erfolgreichen und weniger erfolgreichen Empfehlungen des Jahres 2017 finden Sie in unserer Jahresendausgabe 2017/2018. Im neuen Jahr werden wir natürlich weiter für Sie nach aussichtsreichen Investments suchen – und die alten Empfehlungen im Blick behalten. Bei der Umsetzung wünschen wir Ihnen ein glückliches Händchen.

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