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Tech-Investor Softbank feiert Gewinnsprung – dank Uber

Gewinnsprung: Softbank-Gründer und Vorstandschef Masayoshi Son präsentiert die Geschäftsergebnisse für 2018/19. Quelle: imago images

Fahrdienstvermittler Uber will am Freitag einen milliardenschweren Börsengang hinlegen. Noch bevor es soweit ist, nutzt sein japanischer Investor Softbank das IPO für üppige Geschenke an seine Aktionäre.

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Für Freitag wird das Börsendebüt des Fahrdienstvermittlers Uber erwartet – und es dürfte das teuerste IPO seit 2014 werden. Dass Ubers Aktien auch für die Anleger eine Erfolgsstory wird, ist dabei höchst ungewiss und mindestens so umstritten, wie der Börsengang groß ist: Uber dürfte eine Börsenbewertung zwischen 79 und 91 Milliarden Dollar erreichen und weist selbst im Emissionsprospekt darauf hin, dass es womöglich nie profitabel werde. Viele Beobachter halten deshalb die angepeilte Börsenbewertung für haltlos überzogen.

Kurz vor Bekanntgabe des Ausgabepreises für die angebotenen Uber-Aktien feiert jedoch ein anderer Investor schon den Börsenerfolg: der japanische Beteiligungskonzern Softbank, Ubers größter Aktionär, meldete in der Nacht für das letzte Geschäftsjahresquartal eine Verdreifachung seines operativen Gewinns auf 4,5 Milliarden Dollar. Der Gewinnsprung geht dabei maßgeblich die höhere Bewertung der Uber-Beteiligung zurück, die in den Softbank-Büchern um 3,8 Milliarden Dollar stieg. Für das gesamte Geschäftsjahr, das am 31. März endete, meldete Softbank einen Anstieg des Betriebsgewinns um 80,5 Prozent auf umgerechnet 19,5 Milliarden Euro.

Softbank feiert den Gewinnanstieg mit einem 1:2 Aktiensplit sowie der Ankündigung, die Dividenden pro Aktie unverändert zu lassen – was einer Verdoppelung der Dividende gleichkommt.
Softbank ist mit seinem rund 100 Milliarden Dollar schweren Vision Fonds an zahlreichen Hightech-Firmen beteiligt. Auch die Bewertung der Beteilungen an Guardant Health und India's Oyo legten massiv zu, Verluste brachte etwa die Beteiligung an Nvidia ein. Überraschende Gewinne könnte Softbank auch mit seiner Beteiligung an Slack Technologies einfahren. Der Anbieter von Kommunikations- und Organisationssoftware plant ebenfalls seinen Börsengang für dieses Jahr.

Mit Material von Bloomberg

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