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Wohnungsvermieter Immobilienkonzern Ado gibt neue Aktien mit großem Abschlag aus

Den bestehenden Aktionären sollen 30,8 Millionen Aktien zu einem Preis von 14,60 Euro angeboten werden. Das ist ein Abschlag von 41 Prozent..

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Ado will mit der Übernahme von Consus zu einer „vollintegrierten Immobilienplattform“ werden, die Wohnungen für den eigenen Bestand baut. Quelle: Ado Properties

Der Wohnungsvermieter Ado Properties setzt die angekündigte 450 Millionen Euro schwere Kapitalerhöhung zur Übernahme des Projektentwicklers Consus Real Estate in die Tat um. Dazu sollen den bestehenden Aktionären 30,8 Millionen Aktien zu einem Preis von 14,60 Euro angeboten werden, wie Ado am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Das ist ein Abschlag von 41 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs vom Dienstag. Die Ado-Aktionäre können vom 6. bis 20. Juli für je zwölf ihrer Papiere fünf neue zeichnen. Von 36 Prozent des Grundkapitals hat Ado nach eigenen Angaben schon die feste Zusage, sich daran zu beteiligen. Die nicht bezogenen Aktien sollen am 21. Juli am Markt verkauft werden. Am Mittwoch fielen die im SDax notierten Ado-Aktien um 3,2 Prozent.

Die Übernahme von Consus ist der zweite Teil der Ende 2019 angekündigten Einkaufstour von Ado, die das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg zur viertgrößten börsennotierten Wohnungsfirma in Europa machen soll. Ado hatte am Montag angekündigt, die im Dezember vereinbarte Kaufoption für Consus auszuüben und dann den Minderheitsaktionären ein Umtauschangebot vorzulegen. Mehr als 80 Prozent an Consus hat Ado nach eigenen Angaben bereits sicher. Mit den 450 Millionen Euro sollen Schulden getilgt werden, die Consus für seine Entwicklungsprojekte aufgenommen hat.

In den kommenden Jahren will der Projektentwickler mehr als 10.000 Wohnungen in den sieben größten deutschen Städten bauen. Damit sichert sich Ado Nachschub an Mietwohnungen. Die ehemals nur in Berlin vertretene Ado hatte sich unter dem Druck des Mietendeckels vorher mit der in Norddeutschland aktiven Adler Real Estate zusammengeschlossen und firmiert künftig als Adler Group.

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