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ZEW-Umfrage Konjunkturerwartungen der Anleger steigen

Konjunkturerwartungen der Anleger steigen Quelle: REUTERS

Das ZEW-Barometer kletterte im Februar den vierten Monat in Folge. Allerdings machte ZEW-Chef Wambach deutlich, dass er keine rasche Besserung der Konjunktur erwarte.

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Börsenprofis blicken nach der Flaute in der zweiten Jahreshälfte 2018 erneut etwas optimistischer auf die deutsche Konjunktur. Das Barometer für ihre Erwartungen im nächsten halben Jahr stieg im Februar bereits den vierten Monat in Folge leicht - und zwar um 1,6 auf minus 13,4 Punkte. Das teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 195 Analysten und Anlegern mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg auf minus 14,0 Zähler erwartet. Die mögliche Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie das positive Börsenumfeld dürften die Stimmung verbessert haben.

Das Barometer verharrt allerdings deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt von plus 22,4 Punkten. Zudem wurde die Lage so schlecht bewertet wie seit über vier Jahren nicht mehr. „Eine schnelle Korrektur der schwächelnden Wirtschaftsentwicklung wird aktuell nicht erwartet“, sagte deshalb ZEW-Präsident Achim Wambach. „Die Industrieproduktion ist erneut gesunken, die Auftragseingänge stocken und vom Außenhandel kommen derzeit keine neuen Impulse.“

Das sehen Bankenvolkswirte ähnlich. „Die Konjunkturentwicklung hängt am seidenen Faden“, sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel angesichts möglicher US-Strafzölle auf europäische Autos. „Die Brandgefahr ist hoch“, warnte Gitzel deshalb. „Ein Funke genügt und ein größeres konjunkturelles Störfeuer ist entfacht.“

Die deutsche Wirtschaft ist in der zweiten Jahreshälfte 2018 nicht mehr gewachsen. Die Bundesbank geht davon aus, dass die Konjunktur auch in der ersten Hälfte dieses Jahres schwächeln wird. Die Bundesregierung senkte erst kürzlich ihre Wachstumsprognose für 2019 auf 1,0 von 1,8 Prozent.

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