Darüber solltet ihr mal schreiben: Wie mächtig ist der amerikanische Fondsgigant BlackRock?
Der US-Vermögensverwalter ist einflussreich und gut vernetzt. Ein Leser fragt, wie er diese Machtfülle nutzt, ob er etwa versucht, die Politik zu lenken.
Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen BlackRock als Vermögensverwalter und als Unternehmen. Als weltgrößter Asset Manager hat BlackRock 10,5 Billionen Dollar unter Verwaltung. Dieses Geld verwaltet BlackRock aber treuhänderisch für Anleger, die in seine Fonds und ETFs investiert haben. Wenn BlackRock bei Unternehmen teils größter Anteilseigner ist, dann mit dem Geld seiner Kunden. In deren Sinne muss BlackRock abstimmen. Natürlich kann es dann auch Unternehmen in eine gewünschte Richtung drängen.
Um eigene Interessen zu wahren, beschäftigt BlackRock Lobbyisten, denen es laut EU-Transparenzregister rund eine Million Euro pro Jahr für Lobbyarbeit in der Europäischen Union zahlt. Bei Treffen mit Politikern wie Mitgliedern der EU-Kommission ging es zuletzt etwa um Finanzierung des Wiederaufbaus der Ukraine und Nachhaltigkeit in der Finanzbranche. BlackRock ist also mächtig, aber auch reguliert und zu Transparenz verpflichtet.
Lesen Sie auch: Sind Hedgefonds besser als Anleihen?