Deutsche Bundesbank Aufschwung verliert an Kraft

Für das zweite Quartal rechnet die Deutsche Bundesbank mit einer Konjunkturflaute in Deutschland. Laut Monatsbericht sind dafür gleich mehrere Faktoren verantwortlich.

Der Aufschwung verliert in Deutschland im zweiten Quartal an Fahrt. Quelle: dpa

Der Aufschwung in Deutschland verliert der Bundesbank zufolge vorübergehend an Kraft. "Die deutsche Wirtschaft wird im zweiten Vierteljahr vermutlich eine deutlich langsamere Gangart einlegen als zu Jahresbeginn", heißt es im Monatsbericht.

Dafür sprächen mehrere Faktoren. "Die günstigen Witterungseinflüsse aus dem Winterhalbjahr sind ausgelaufen, so dass vor allem im Baugewerbe Impulse entfallen", so die Bundesbank. "Ferner dürfte die Industrieproduktion nach dem starken Anstieg im ersten Vierteljahr eine Verschnaufpause einlegen." Die Neuaufträge hätten zuletzt mit der Produktion nicht Schritt gehalten. Allerdings rechnet die Bundesbank nur mit einer kurzen Flaute.

"Das positive Stimmungsbild, das Umfragen sowohl bei Unternehmen als auch bei privaten Haushalten zeichnen, legt den Schluss nahe, dass sich das Wirtschaftswachstum nach einem schwachen zweiten Quartal im nächsten Halbjahr wieder verstärken dürfte", betonen die Ökonomen. Die Wirtschaft weise eine "recht kräftige konjunkturelle Grundtendenz" auf.

Von Januar bis März war das Bruttoinlandsprodukt mit 0,7 Prozent so kräftig gewachsen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Für April bis Juni rechnen Banken-Ökonomen derzeit mit einem etwa halb so großen Plus.

Für 2016 erwartet die Bundesbank ein Wachstum von 1,7 Prozent, das sich im kommenden Jahr auf 1,4 Prozent abschwächen soll.

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