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Die besten Tagesgeld-Konten So finden Sie Oasen in der Zinswüste

Quelle: Getty Images

In der Zinswüste blüht die ein oder andere Oase, wie ein aktuelles Konto-Ranking zeigt. Doch Sparer sollten sich die Motive hinter den Lockangeboten anschauen – trotz Einlagensicherung.

Fürs Geld auf dem Konto gibt es angesichts der anhaltend expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank kaum noch nennenswerte Zinsen. Diese Botschaft ist nicht neu und hängt vielen Sparern schon aus den Ohren heraus.

Trotzdem kann es sich lohnen, von Zeit zu Zeit unterschiedliche Angebote zu vergleichen. „Der Tagesgeldzins liegt aktuell im Schnitt zwischen 0,01 und 0,02 Prozent, es gibt aber einzelne Banken, die deutlich mehr bieten“, sagt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung aus Frankfurt.

Beispiel: Bei einer Geldanlage von 25.000 Euro bei der türkischen Akbank bekommen Sparer schon nach einem halben Jahr 50 Euro mehr als der Durchschnitt. „Da kann sich ein Kontowechsel lohnen“, meint Geldexperte Herbst. Für die Leser der WirtschaftsWoche hat FMH die Tagesgeldkonditionen von 51 Banken verglichen. Zins-Spitzenreiter sind die Advanzia Bank mit glatten 1,0 Prozent sowie die Nordax Bank aus Schweden, bei der man über das Zinsportal Weltsparen für 0,7 Prozent anlegen kann.

Bestes Tagesgeld von Banken

Zu den Anführern des Rankings gehören auch die HSH Nordbank aus Hamburg mit 0,68 Prozent, die Consorsbank mit 0,6 Prozent für Neukunden und die schon genannte Akbank aus der Türkei mit 0,4 Prozent sowohl für neue und als auch bestehende Kunden.

Wenn Banken deutlich höhere Zinsen bieten als die Konkurrenz, hat das einen Grund. Entweder wollen sie neue Kunden gewinnen oder ihre Finanzlöcher stopfen. Vor dem Kontowechsel sollten Sparer daher nicht nur auf den Zins schauen, sondern auch auf die Situation der anbietenden Bank.

Die besten Tagesgeldzinsen für Bestandskunden

Die Landesbank HSH Nordbank etwa sieht nach ihrer Rettung durch Steuerzahler und Finanzinvestoren einer unsicheren Zukunft entgegen und könnte die Spareinlagen auch als Stabilitätsanker verstehen. Das ehemals öffentlich-rechtliche Institut gehört noch zum Einlagensicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe, verhandelt aber gerade über den Wechsel in den Schutzmechanismus der Groß- und Privatbanken. Das Tagesgeldangebot der türkischen Akbank läuft zwar über eine deutsche Tochtergesellschaft. Der Konzern kann aber angesichts seiner abgestürzten Heimatwährung harte Euroeinlagen sicher gut gebrauchen.

Streng meiden müssen Sparer die genannten Banken nicht. Der Vorteil des Tagesgelds ist seine Flexibilität. Ein Tagesgeldkonto bietet anders als ein Girokonto zwar keinen laufenden Zahlungsverkehr. Es kann jedoch täglich ganz oder in Teilen geräumt werden – dafür reicht eine Rücküberweisung aufs Girokonto. Sollte sich die Nachrichtenlange rund um eine Bank zuspitzen, haben Sparer in der Regel noch die Chance, ihr Geld abzuziehen. Dafür müssen sie nur regelmäßig einen Blick ins Internet oder in die Zeitung werfen.

Die besten Tagesgeldzinsen für Neukunden

Wer besonders hohe Tagesgeld-Beträge parken will, stößt mitunter an Limits, die noch unter der EU-weit vorgeschriebenen Einlagensicherungsgrenze von 100.000 Euro liegen.

So gelten die von der Consorsbank und von CosmosDirekt aufgerufenen Höchstzinsen nur für Anlagebeträge bis 25.000 Euro. Für darüber hinausgehende Beträge zahlt etwa die Consorsbank nur noch 0,01 Prozent. Kein Wunder, drohen doch Millionären bei immer mehr Konkurrenzbanken Strafzinsen.

Bei Banken, deren Einlagen nur bis zur gesetzlichen Mindestsumme von 100.000 Euro geschützt sind, sollten Anleger auf keinen Fall mehr als diesen Betrag anlegen. Denn die Sicherungsfonds haften nur bis zu dieser Grenze. Das gilt insbesondere für Auslandsbanken wie die Monobank oder die Alpha Bank, deren Einlagen über die Zinsportale Weltsparen und Zinspilot vermittelt werden.

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