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Ranking Prepaid-Kreditkarten Praktische Bezahlkarten für Onlineshopping oder Klassenfahrt

Prepaid-Kreditkarten für Jugendliche Quelle: Getty Images

Bonitätsschwach oder noch minderjährig? Auf eine Kreditkarte als praktisches Zahlungsmittel müssen Sie trotzdem nicht verzichten. Ein aktuelles Ranking zeigt die günstigsten Angebote von Prepaid-Kreditkarten.

Wer sich Geld von der Bank leihen will, muss warten, bis er erwachsen ist. Deshalb bekommen Jugendliche auch keine echten Kreditkarten. Doch auf die Zahlungsfunktion einer Kreditkarte müssen auch Minderjährige nicht verzichten, wenn sie sich für eine Prepaid-Version entscheiden. Interessant ist das Zahlungsmittel auch für bonitätsschwache Haushalte, denen die Bank keinen Kreditrahmen einräumen darf. Um Prepaidkarten nutzen zu können, muss erst genug Guthaben aufgeladen werden. Aufladen heißt: Der Kartennutzer oder dessen Eltern oder Verwandte überweisen vom Girokonto Geld auf das Kreditkartenkonto. Manche Eltern richten sogar einen Dauerauftrag ein, um so das Taschengeld bargeldlos auszuzahlen.

Die FMH-Finanzberatung aus Frankfurt hat extra für die Leser der WirtschaftsWoche ein Ranking der günstigsten Anbieter von Prepaid-Kreditkarten erstellt. Ausgewertet wurden 30 Angebote.

Viele Prepaid-Kreditkarten eignen sich wegen des geringen Mindestalters gut für Jugendliche, die auf Klassenfahrten oder im ersten Urlaub ohne Eltern bargeldlos zahlen wollen. Ein weiteres, gerade bei jungen Leuten beliebtes Einsatzgebiet, ist natürlich das Onlineshopping.

So gibt es bei der HypoVereinsbank die Prepaid UniCreditCard sogar schon für Nutzer ab 12 Jahren, wobei Minderjährige mit zehn Euro Jahresgebühr nur halb so viel zahlen müssen wie Erwachsene. Von beiden Altersgruppen kassiert die zur italienischen UniCredit gehörende HVB dabei einen einmaligen Ausgabepreis von 15 Euro.

Die laut FMH-Ranking für Erwachsene günstigste Prepaid-Kreditkarte gibt es bei der Targobank für 11,88 Euro Jahresbeitrag. Die Nutzer der Prepaid Visa- oder Mastercard müssen bei der Targobank mindestens 14 Jahre alt sein. Die PayangoCard der BW Bank oder die ADAC Clubmobil-Karte dagegen gibt es nur für Erwachsene.

Die günstigsten Prepaid-Kreditkarten ohne Girokonto

Einschränkungen für Minderjährige

Für die Altersklasse unter 18 gelten bei der Prepaid-Nutzung allerdings auch ein paar Einschränkungen. Beispiel HypoVereinsbank: Jugendliche müssen für die Anmeldung in einer der rund 340 verbliebenen HVB-Filialen vorbeikommen, können also nicht online abschließen. Zudem können sie ihre Karte nur mit maximal 500 Euro statt 5000 Euro aufladen oder aufladen lassen. Das Aufladen ist für die jungen Leute jedoch kostenlos, während erwachsene Kunden bei der HypoVereinsbank je Aufladevorgang einen Euro zahlen.

Der Blick auf solche Details zeigt einmal mehr: Selbst bei auf den ersten Blick einfachen Finanzprodukten wie vorausbezahlten Kreditkarten sollten Kunden vor Vertragsschluss einen Blick ins Kleingedruckte werfen und Konditionen vergleichen. Die Prepaid-Karte sollte außerdem zum Bedarf passen. Dabei räumt jeder Nutzer anderen Kriterien Priorität ein. „Wer seine Prepaidkarte zum Beispiel für das Onlineshopping einsetzen will, der schaut vor allem auf das Aufladelimit und weniger auf die Entgelte für das Bargeldabheben am Automaten“, sagt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung. Wer mit seiner Karte verreisen will, sollte dagegen auf die Gebühren beim Auslandseinsatz schauen. Das geringste Auslandseinsatzentgelt verlangt die Triodos Bank mit ihrer GrünCardPlus Mastercard – konkret nur ein Prozent vom Umsatz.

Auslands- und Automatengebühren kommen oben drauf

Diese Gebühr für den Einsatz der Karte außerhalb der Euro-Zone wird in Form eines Aufschlags auf den Wechselkurs erhoben, wie er zwischen Großbanken auf dem Kapitalmarkt üblich ist. Normalverbraucher kommen natürlich nicht in den Genuss des niedrigen Interbankenkurses und müssen einen Aufschlag zahlen. Was das kostet, können Reisende sich über den praktischen Währungsrechner des Kreditkartenunternehmens Visa ausrechnen, alle Wechselkurse finden Sie im WiWo-Devisenrechner.

Bargeld am Geldautomaten kann mit einer Prepaidkarte ziemlich teuer werden. So werden bei der Prepaid UniCreditCard der HypoVereinsbank mindestens fünf Euro fällig, wenn die Karte an einem fremden Geldautomaten eingesetzt wird, der nicht zur HVB oder UniCredit gehört.

Interessant für Eltern, die eine Prepaidkarte für ihre Kinder anschaffen, sind die Funktionen zum Jugendschutz, wie sie etwa bei der Prepaid MasterCard der netbank enthalten sind. Die geschützten Karten sind zum Beispiel in Casinos gesperrt oder bei Anbietern jugendgefährdender Inhalte, was insbesondere beim Onlineshopping hilfreich sein kann. In den USA können manche solcher Karten mit Jugendschutz allerdings auch nicht in Läden genutzt werden, die Alkohol verkaufen.

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