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Steigender Ölpreis Gute Anlagechancen mit Erdöl-ETFs

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Politische Wirren in Venezuela im Fokus

In den vergangenen Jahren ist Venezuela unter Präsident Maduro in eine tiefe Wirtschaftskrise geraten. Neben einer jährlichen Inflation von 200.000 Prozent leidet das mittelamerikanische Land unter einem Mangel an Medikamenten und Grundnahrungsmitteln. Unter anderem hat die schwierige Situation zu einer Massenflucht in Nachbarländer geführt. Für die Lage macht Maduro einen von den Vereinigten Staaten angeführten Wirtschaftskrieg verantwortlich, der einen Umsturz zum Ziel habe.

Trotz des aktuellen, teils aufsehenerregenden politischen Gerangels in Venezuela lässt sich nur unzureichend einschätzen, wie sich dies bzw. eine mögliche Normalisierung der Verhältnisse in dem Land mit den größten Ölreserven der Welt letztendlich auf den Preis des Rohstoffs und natürlich auch auf entsprechende Erdöl-Investments auswirken wird.

Eine zentrale Frage im Ölgeschäft lautet deshalb: Wann kehrt Venezuela wieder zur ursprünglichen Fördermenge zurück? Heute beträgt diese im Vergleich zu den besten Zeiten nur etwa ein Drittel. Da eine kurzfristige Entwirrung der politisch brisanten Lage vermutlich kaum zu erwarten ist, dürfte die damit in Zusammenhang stehende Relevanz für Erdöl-Investments und natürlich auch für deren Anleger in näherer Zukunft noch gering sein.          

Investmentfonds mit dem Fokus auf Erdöl: ETFs mit leichten Vorteilen

Für Investoren gibt es im Hinblick auf Finanzprodukte mit Schwerpunkt Erdöl verschiedene Alternativen. Anders als in anderen Assetklassen erweisen sich ETFs gegenüber aktiv gemanagten Fonds im Hinblick auf die Performance als mindestens ebenbürtig. Über einige Zeitläufe haben einige Indexfonds mit dem Fokus auf den immer noch stark nachgefragten Rohstoff sogar die Nase vorn.  

Sowohl bei aktiv gemanagten Fonds als auch bei ETFs sind Unterschiede der regionalen Ausrichtung kaum relevant, da die großen Unternehmen der Branche wie Shell und BP (Europa) oder ExxonMobil (USA) und Chevron (USA, Brasilien) auf dem gesamten Erdball agieren.

Das Angebot an ETFs mit Schwerpunkt Erdöl umfasst auch Finanzprodukte, die sich eher auf den Bereich Exploration als auf Förderung konzentrieren. Eugen Weinberg erkennt bei dieser Form der Indexfonds eine höhere Volatilität, was Anleger, die sich dafür interessieren, vor etwas größere Herausforderungen stellt. Allerdings schätzt der Commerzbank-Stratege auch die Chancen eines derartigen Investments (bei gleichzeitig höherem Risiko) als etwas besser ein.  

Insgesamt bieten Erdöl-Investments derzeit eine gute Anlagechance für Investoren, die sich den Risiken einer solchen Investition bewusst sind. Denn unter Umständen kann es notwendig werden, auf das eingesetzte Kapital länger als geplant verzichten zu müssen.

Im Hinblick auf politische Einflüsse (etwa die unberechenbare Handelspolitik Donald Trumps oder mögliche weitere Eskapaden saudi-arabischer Herrscher) kann niemand vorhersagen, was den Ölpreis kurzfristig in die eine oder andere Richtung treiben wird. Sicher scheint nur, dass es auf lange Sicht mit dem Preis für den fossilen Energieträger wohl kaum weiter nach unten gehen wird.

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