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Wertpapiersparplan-Ranking In kleinen Schritten dem Niedrigzins trotzen

Direktbanken bieten Wertpapiersparpläne zum Einstieg an der Börse an. So können Anleger schon mit kleinen Beträgen in Aktien, Fonds oder Indizes investieren. Unser Ranking trennt aber bei den Gebühren die Spreu vom Weizen.

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Wertpapiersparplan: Schrittweise zum Vermögen. Quelle: Getty Images

Selbst Börsenmuffel haben mittlerweile erkannt, dass sie mit klassischem Sparen in Form von Tagesgeld, Festgeld & Co. in Zeiten fast nicht mehr existenter Zinsen nur noch Kaufkraft verlieren. Da Klagen nichts hilft, bleibt nur die Suche nach Alternativen.

Eine dieser Alternativen kann die Börse sein. Dort zu investieren, ist auf vielerlei Arten möglich. Der direkteste Weg ist der Kauf einzelner Aktien, die man sich ins Depot legt und auf steigende Kurse und satte Dividenden hofft. Doch Sparer fragen sich zu Recht, wann sie welche Aktie kaufen sollen und wie viele davon.

Wer einen Wertpapiersparplan abschließt, braucht sich all diese Fragen nicht zu stellen. Denn dann wandert monatlich eine festgelegte Sparrate automatisch vom Girokonto ins Wertpapierdepot, egal wie die Kurse gerade stehen. Wichtiges Entscheidungskriterium vor dem Abschluss sind die Gebühren dieser Sparpläne. Die Konditionen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter mitunter deutlich.

Die günstigsten Direktbanken für Aktien-Sparpläne


Die FMH Finanzberatung aus Frankfurt hat daher für die WirtschaftsWoche die Konditionen der zwölf Direktbanken verglichen, die Wertpapiersparpläne anbieten. Neben Aktiensparplänen sind auch Sparpläne für Fonds, Zertifikate und ETFs im Angebot. ETFs lehnen sich an die Entwicklung zum Beispiel von Aktienindizes wie dem Dax an und kommen daher weitgehend ohne teures Management aus. Zertifikate funktionieren vereinfacht gesprochen wie Wetten auf die Entwicklung von Aktien, Rohstoffen oder anderen Marktindizes. FMH hat für jede der vier Produktgruppen ein separates Ranking erstellt, das Anlegern als Orientierungshilfe dienen kann. Das Ranking berücksichtigt die Gebühren, die Flexibilität und die Auswahl in den Angeboten der unterschiedlichen Banken.

Überschaubare Gebühren


Das Ranking zeigt also, welche Banken die flexibelsten oder günstigsten Konditionen bieten. Es sagt nichts über die vergangene oder zu erwartende Rendite der Sparpläne aus. Die Konditionen sind nicht in Stein gemeißelt und können sich ändern. Treten solche Änderungen in Kraft, betrifft das meist nicht nur Neukunden, sondern auch Anleger mit bereits länger bestehenden Sparplänen.
In der Produktkategorie der Aktien etwa landen die Wertpapiersparpläne der comdirect bank ganz oben. Grund ist die große Auswahl verschiedener Aktien in Verbindung mit den überschaubaren Gebühren. Diese werden fällig beim Kauf von Wertpapieren, also bei jeder monatlichen Abbuchung der Sparraten vom Girokonto aber auch bei jedem Verkauf. Manche Banken, wie die netbank, verlangen darüber hinaus Gebühren für die Führung der Wertpapierdepots, in dem das angesparte Vermögen gesammelt wird.

Die günstigsten Direktbanken für ETF-Sparpläne


Für hartgesottene und risikofreudige Börsenfans sind die starren Sparpläne natürlich nichts. Sie wollen selbst bestimmen, wann und wo sie wie viel investieren. Sie verlassen sich dabei auf ihr Wissen über technische Trends auf den Märkten oder vertrauen auf fundamentale Daten der Unternehmen, in die sie gezielt ihr Geld stecken. Oft entscheidet bei ihnen aber auch nur das spekulative Bauchgefühl. Wer so investieren will, muss ständig auf der Hut sein und darf keinen Trend verpassen. Deuten sich Krisen an, muss er schnell handeln, um Verluste einzugrenzen. Für viele ist das zu viel Stress und zu viel Risiko. Diese Zielgruppe fährt besser mit festen Sparplänen.

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