1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Immobilien
  4. Immobilien: Adler Group will Schulden senken – LEG übernimmt Wohnungen

ImmobilienAdler Group will Schulden senken – LEG übernimmt Wohnungen

Der Immobilienkonzern verkauft Wohnungen für knapp 1,3 Milliarden Euro an die Konkurrenz. Der Verschuldungsgrad der Adler Group stieg zuletzt auf 57 Prozent. 01.12.2021 - 09:25 Uhr

Der regionale Schwerpunkt der von der Adler Group verkauften Wohnungen liegt in Norddeutschland.

Foto: imago images/Hoch Zwei Stock/Angerer

Der von hohen Schulden belastete Immobilieninvestor Adler Group verschafft sich mit dem Verkauf eines großen Wohungspakets an den Konkurrenten LEG Immobilien Luft.

Die Düsseldorfer übernehmen von Adler für knapp 1,3 Milliarden Euro rund 15.400 Wohnungen mit regionalem Schwerpunkt in Norddeutschland und bauen damit ihre Präsenz abseits des Heimatmarktes Nordrhein-Westfalen deutlich aus, wie sie am Mittwoch mitteilten.

Zudem sichern sie sich mit einer Übernahme des Adler-Anteils und weiterer Aktien den Zugriff auf die niederländische Wohungsgesellschaft BCP, die über rund 12.000 Wohnungen in Deutschland verfügt.

Adler kündigte an, Schulden abbauen zu wollen. Investoren hatten dies von dem Konzern gefordert, der Verschuldungsgrad LTV stieg bei Adler zuletzt per Ende September weiter an und lag bei 57 Prozent.

„Mit dem Erwerb von rund 15.400 Wohnungen vor allem in Norddeutschland hat sich die LEG endgültig als einer der größten deutschen Bestandshalter etabliert“, sagte LEG-Chef Lars von Lackum.

LEG hebt Gewinnprognose an

Seine Gewinnprognose für das laufenden Jahr schraubte der Düsseldorfer Konzern hoch – der operative Ertrag (FFO 1) solle statt der bisher erwarteten 450 bis 460 Millionen Euro bei 475 bis 490 Millionen liegen.

Immobilienkonzern

Adler Group: Diese durchwachsenen Zahlen können niemanden beruhigen

von Melanie Bergermann

Die Adler Group kündigte eine „beschleunigte Reduzierung des Verschuldungsgrads“ an. Der LTV soll unter 50 Prozent sinken. Adler war zuletzt auch durch den britischen Leerverkäufer Fraser Perring unter Druck geraten.

Dieser hatte mit Blick auf die Bilanzierungsmethoden Vorwürfe gegen die Adler Group erhoben, die den Aktienkurs gedrückt hatten. Adler habe „externe, unabhängige Wirtschaftsprüfer mit einer umfassenden Prüfung (..) beauftragt“, hatte das Unternehmen erst am Dienstag mitgeteilt, war aber bei der Vorlage der Quartalszahlen nicht detailliert auf die Vorwürfe eingegangen.

Dem Vorstand zufolge sind Prüfer von KPMG eingeschaltet worden. Ergebnisse würden mitgeteilt, wenn sie vorlägen. Durch den milliardenschweren Verkauf von Wohnungen an die LEG legten Adler-Aktien nun zu, am Morgen stiegen die zuletzt gebeutelten Anteilsscheine um 10,6 Prozent.

Mehr zum Thema: Seit Wochen steht der Immobilienkonzern Adler an der Börse unter Druck. Anleger sind nervös. Der neue Quartalsbericht dürfte die Lage nicht beruhigen, enthält aber spannende Details zu einem großen Bauprojekt.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick