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Immobilien Adler Group will Schulden senken – LEG übernimmt Wohnungen

Der regionale Schwerpunkt der von der Adler Group verkauften Wohnungen liegt in Norddeutschland. Quelle: imago images/Hoch Zwei Stock/Angerer

Der Immobilienkonzern verkauft Wohnungen für knapp 1,3 Milliarden Euro an die Konkurrenz. Der Verschuldungsgrad der Adler Group stieg zuletzt auf 57 Prozent.

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Der von hohen Schulden belastete Immobilieninvestor Adler Group verschafft sich mit dem Verkauf eines großen Wohungspakets an den Konkurrenten LEG Immobilien Luft.

Die Düsseldorfer übernehmen von Adler für knapp 1,3 Milliarden Euro rund 15.400 Wohnungen mit regionalem Schwerpunkt in Norddeutschland und bauen damit ihre Präsenz abseits des Heimatmarktes Nordrhein-Westfalen deutlich aus, wie sie am Mittwoch mitteilten.

Zudem sichern sie sich mit einer Übernahme des Adler-Anteils und weiterer Aktien den Zugriff auf die niederländische Wohungsgesellschaft BCP, die über rund 12.000 Wohnungen in Deutschland verfügt.

Adler kündigte an, Schulden abbauen zu wollen. Investoren hatten dies von dem Konzern gefordert, der Verschuldungsgrad LTV stieg bei Adler zuletzt per Ende September weiter an und lag bei 57 Prozent.

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    „Mit dem Erwerb von rund 15.400 Wohnungen vor allem in Norddeutschland hat sich die LEG endgültig als einer der größten deutschen Bestandshalter etabliert“, sagte LEG-Chef Lars von Lackum.

    LEG hebt Gewinnprognose an

    Seine Gewinnprognose für das laufenden Jahr schraubte der Düsseldorfer Konzern hoch – der operative Ertrag (FFO 1) solle statt der bisher erwarteten 450 bis 460 Millionen Euro bei 475 bis 490 Millionen liegen.

    Die Adler Group kündigte eine „beschleunigte Reduzierung des Verschuldungsgrads“ an. Der LTV soll unter 50 Prozent sinken. Adler war zuletzt auch durch den britischen Leerverkäufer Fraser Perring unter Druck geraten.

    Dieser hatte mit Blick auf die Bilanzierungsmethoden Vorwürfe gegen die Adler Group erhoben, die den Aktienkurs gedrückt hatten. Adler habe „externe, unabhängige Wirtschaftsprüfer mit einer umfassenden Prüfung (..) beauftragt“, hatte das Unternehmen erst am Dienstag mitgeteilt, war aber bei der Vorlage der Quartalszahlen nicht detailliert auf die Vorwürfe eingegangen.

    Dem Vorstand zufolge sind Prüfer von KPMG eingeschaltet worden. Ergebnisse würden mitgeteilt, wenn sie vorlägen. Durch den milliardenschweren Verkauf von Wohnungen an die LEG legten Adler-Aktien nun zu, am Morgen stiegen die zuletzt gebeutelten Anteilsscheine um 10,6 Prozent.

    Mehr zum Thema: Seit Wochen steht der Immobilienkonzern Adler an der Börse unter Druck. Anleger sind nervös. Der neue Quartalsbericht dürfte die Lage nicht beruhigen, enthält aber spannende Details zu einem großen Bauprojekt.

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