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Tarife für Singles, Paare und Familien Die fairsten Gasanbieter für Ihren Haushalt

Gasanbieter-Ranking: Die besten Gasversorger im Vergleich Quelle: imago

Viele Gasanbieter erhöhen demnächst die Preise. Wir haben daher ein Ranking der besten Gasversorger erstellt, das auch guten Service und faire Konditionen berücksichtigt. Damit lassen sich hunderte Euro sparen.

Langsam nimmt der Wettbewerb auf dem Gasmarkt an Fahrt auf. Seit etwa zehn Jahren können Haushalte ihren Anbieter in der Praxis frei wählen. In fast 80 Prozent der Netzgebiete können sie mittlerweile einen von über 50 Gaslieferanten aussuchen, hat die Bundesnetzagentur ermittelt. In 30 Prozent der Netzgebiete sind sogar mehr als 100 Gaslieferanten aktiv. Und doch werden noch drei von vier Haushalte vom örtlichen Grundversorger, also zum Beispiel den lokalen Stadtwerken, beliefert. 22 Prozent des Gasverbrauchs der Haushalte entfällt sogar auf den meist besonders teuren Grundversorgungstarif.

Eigentlich erstaunlich. Denn der Wechsel - weg vom Grundversorger – zahlt sich meist aus. Das zeigt ein exklusives Ranking der WirtschaftsWoche mit Daten des Vergleichsportals Verivox, für das 7792 Tarife von 854 Anbietern ausgewertet worden sind. Da es im mit Fernwärme versorgten Flensburg keine Gasanschlüsse für Haushalte gibt, wurde Landshut zusätzlich ins Ranking der 100 größten Städte aufgenommen.

So würde ein Haushalt mit 12.000 Kilowattstunden (kWh) Verbrauch im Jahr, was etwa 100 Quadratmetern Wohnfläche entspricht, in den Städten durchschnittlich 898 Euro im Grundversorgungstarif zahlen. Beim jeweils günstigsten Anbieter mit fairen Vertragskonditionen würden im ersten Jahr nur knapp 511 Euro fällig, 43 Prozent weniger. "Die Ersparnis durch den Anbieterwechsel ist zuletzt noch gestiegen", sagt Mathias Köster-Niechziol, Energieexperte bei Verivox. Während die Grundversorger ihre Preise ungefähr auf Vorjahresniveau gehalten hätten, seien die Kosten bei den Preisführern weiter gesunken. Und die Schere dürfte sich weiter öffnen. Für Oktober und November haben insgesamt 24 Gas-Grundversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 7 Prozent angekündigt, hat Verivox ermittelt. In ihren Versorgungsgebieten leben zwei Millionen Haushalte.

Die fairsten Gasanbieter: Welche Anbieter in den 100 größten Städten mit kundenfreundlichen und günstigen Gastarifen überzeugen.

Manchmal sind Haushalte beim Grundversorger regelrecht gefangen. Das kommt vor, wenn sie keinen eigenen Gaszähler haben, sondern zum Beispiel als Mieter über eine zentrale Gastherme versorgt werden. Ein Anbieterwechsel ist dann nur möglich, wenn der Vermieter mitspielt. Da er keine überhöhten Nebenkosten abrechnen darf, ist er grundsätzlich zu Preisvergleichen und der Wahl eines günstigen Anbieters verpflichtet. Mieter könnten ihn ansonsten zu Schadensersatz verdonnern. Im echten Leben trägt es wohl eher zum guten Zusammenleben bei, den Vermieter freundlich auf das Einsparpotenzial hinzuweisen.

Am meisten würde ein Haushalt mit 100 Quadratmetern Wohnfläche laut Ranking aktuell in Schwerin sparen. Hier würde die Gasrechnung beim Wechsel zum günstigsten Anbieter um 655 Euro sinken, sich damit gegenüber dem Grundversorgungstarif mehr als halbieren. In Siegen, in Nordrhein-Westfalen, wäre die Ersparnis mit knapp 189 Euro am geringsten. Vor allem die Netzgebühren, die jeder Anbieter einrechnen muss, haben Einfluss auf das Preisniveau vor Ort. Über den Abstand zwischen den Preisen des Grundversorgers und denen der Konkurrenten entscheidet dann vor allem die lokale Wettbewerbssituation. Je mehr Wettbewerber aktiv sind, desto eher entsteht ein Preiskampf. Preisgünstige Anbieter können trotz eines solchen Preiskampfs auf ihre Kosten kommen. „Es gibt viele Kunden, die nach einem Wechsel glauben, das würde auf Dauer reichen. Die wechseln dann auch nicht, wenn ihr Anbieter etwa ohne Neukundenbonus gar nicht mehr besonders günstig ist", sagt Unternehmensberater Klaus Kreutzer. Sowohl in Tarifen mit als auch solchen ohne Neukundenbonus müssen Haushalte die Preise im Blick behalten.

Damit es keine bösen Überraschungen gibt, werden im Ranking nur Anbieter aufgeführt, die auch mit Konditionen und Service punkten. Bewertet wurden zum Beispiel Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist, Preisgarantien und deren Umfang, Kontaktmöglichkeiten und Onlineservices. Ausgezeichnet werden nur Anbieter, deren angebotene Tarife im Durchschnitt gemessen an diesen Kriterien zumindest gut (mit 2,3 auf einer Skala von 1 bis 5) bewertet werden. Im abschließenden Preisranking nach Tarifen erscheinen zudem nur Gastarife, die auch selbst eine solche Mindestwertung von 2,3 erreichen. Tarife mit Vorauskasse oder festen Abnahmemengen wurden generell ausgeschlossen.

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