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Wärmepumpen-GeschäftRekordumsätze wegen bedrohter Förderung

Installateur Thermondo meldete zuletzt Rekordumsätze mit Wärmepumpen. Laut Umfrage sind Zuschüsse vom Staat der wichtigste Treiber. Die könnten jetzt allerdings schrumpfen.Martin Gerth 15.01.2025 - 11:09 Uhr

Derzeit werden wieder mehr Wärmepumpen in Einfamilienhäusern installiert. 

Foto: picture alliance/dpa

Hochkonjunktur für die Wärmepumpe. Der Installateur Thermondo meldete für November und Dezember Rekordumsätze mit dem Einbau von Wärmepumpen. Demnach soll der Umsatz in diesen Monaten 2,5 bis drei Mal so hoch gewesen sein wie im Oktober. Als Grund dafür gibt Thermondo unter anderem die Unsicherheit über die künftige Förderung für den Heizungstausch an. Die Hauseigentümer möchten sich noch vor einem Regierungswechsel nach der Bundestagswahl bis zu 70 Prozent Förderung sichern, so das Unternehmen. 

Noch ist unklar, wie es nach der Wahl mit der Förderung des Heizungstausches weitergeht. Das Wahlprogramm der CDU, die wohl mit Friedrich Merz den nächsten Bundeskanzler wird, bleibt vage: weniger Regulierung und mehr Technologieoffenheit. Unabhängige Experten erwarten, dass es eher weniger Fördergelder geben wird. Denn der Bundeshaushalt ist schon jetzt auf Kante genäht. 

Allerdings ist die Förderung nicht der einzige Grund für einen Heizungstausch. Thermondo hat Immobilieneigentümer gefragt, was für oder gegen die Installation einer Wärmepumpe spricht. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie sinkende Heizkosten erwarten. Erst an zweiter Stelle folgen mit 51 Prozent die staatlichen Fördergelder. 

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Gegen der Kauf einer Wärmepumpe sprechen nach Meinung der Befragten mit 36 Prozent die hohen Anschaffungskosten. In der Regel sind Wärmepumpen inklusive Installation teurer als Gasheizungen mit vergleichbarer Leistung. Mit jeweils 18 Prozent folgen hohe Strompreise und fehlende finanzielle Mittel als Argument gegen Wärmepumpen. 

Ob es sinnvoll ist, eine Wärmepumpe als Ersatz für eine Öl- oder Gasheizung zu installieren, hängt vom Einzelfall ab. Unterstellt, dass eine Wärmepumpe für ihre Immobilie technisch und wirtschaftlich sei, halten es rund 30 Prozent der Befragten für sehr wahrscheinlich, eine solche Heizung zu installieren. Weitere 28 Prozent sehen es als wahrscheinlich an, eine Wärmepumpe anzuschaffen. 

Im vergangenen Jahr gab es noch einen Run auf Gasheizungen. Viele Hauseigentümer befürchteten, dass eine Installation künftig schwieriger wird. Denn seit 1. Januar dürfen neue Gasheizungen nur noch installiert werden, wenn die Wärmeplanung in der jeweiligen noch nicht abgeschlossen ist. 

Bei den Herstellern von Wärmepumpen stapelten sich im vergangenen Jahr lange Zeit die Geräte.

Erst im Herbst sprang das Geschäft wieder an. Es ist verwundert daher nicht, dass die Wärmepumpenbranche, zu der auch Thermondo gehört, jede Erfolgsmeldung hervorhebt.

Lesen Sie auch: Warum energetische Sanierungen oft unter dem Strich nichts sparen

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