Wohnungsunternehmen Vonovia greift nach österreichischer Conwert

Mit der feindlichen Übernahme des kleineren Konkurrenten Deutsche Wohnen war der Dax-Konzern Anfang 2016 gescheitert. Jetzt unternimmt der Dax-Konzern einen weiteren Versuch, durch Zukäufe zu wachsen.

Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen will weiter wachsen. Quelle: dpa

FrankfurtDeutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia will den österreichischen Konkurrenten Conwert kaufen. Das Bochumer Unternehmen bietet den Conwert-Aktionären wahlweise eigene Aktien oder eine - vergleichsweise geringere - Barabfindung, wie Vonovia am Montag mitteilte. Die meisten der 24.500 Wohnungen der Österreicher liegen in Deutschland.

Rund 26 Prozent an Conwert hat Vonovia bereits sicher: Adler Real Estate hatte das Aktienpaket zusammengekauft und will es nun Vonovia andienen. Die Übernahme wird nur vollzogen, wenn Vonovia am Ende auf mehr als 50 Prozent an Conwert kommt. Das Unternehmen soll aber an der Wiener Börse gelistet bleiben.

Anfang August hatte Vonovia erneut sein Jahresziel hochgeschraubt. 2016 werde ein operatives Ergebnis (FFO) von 740 bis 760 (2015: 608) Millionen Euro angepeilt. Vorstandschef Rolf Buch setzte die Latte damit um 20 Millionen höher als noch im Mai. Denn die 340.000 Wohnungen, die Vonovia bundesweit besitzt, sind fast voll vermietet. Außerdem lief die Integration der in den vergangenen Jahren zusammengekauften Bestände reibungsloser als gedacht.

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