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Börsengehandelte Fonds Mit Index-Sparplänen auf Sieg

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Kleinvieh lohnt nicht

Fonds- und ETF-Sparpläne im Vergleich

Zu den internen ETF-Kosten kommen die Gebühren, die Banken für die aus ihrer Sicht aufwendigen ETF-Sparpläne verlangen. In der Regel rechnet sich die regelmäßige monatliche Anlage sehr kleiner Summen deshalb nicht. Beim Kauf fallen auf jede Einzahlung üblicherweise 2,50 Euro plus zwischen 0,25 und 0,4 Prozent der Sparsumme an. Cortal Consors kassiert pauschal 2,0 Prozent der Einzahlungssumme, der S-Broker 2,5 Prozent. Bei der DAB Bank gibt es die ETFs der Commerzbank-Tochter Comstage bis Ende Juni und dann für zwölf Monate kostenlos als Sparplan. Aber für andere ETF-Sparpläne zahlen Anleger an die Bank bei jeder Rate 2,50 Euro fix und zusätzlich 0,25 Prozent. Bei einer Anlage von 100 Euro fließen nur 97,25 Euro in die ETFs.

Relative Pauschalkosten

„Hohe Kosten bei kleinen Sparraten machen den Renditevorteil von ETFs zunichte“, sagt Markus Thomas, Chef des Berliner Finanzdienstleisters Xenix Investor Service. Die traditionellen Investmentfonds bekommen Anleger vielfach ohne jede Kaufgebühr, weil Direktbanken oder spezielle Fondsvertriebe oft auf den Ausgabeaufschlag verzichten. „Bei Pauschalkosten pro Sparrate rechnet sich der ETF-Sparplan für Raten ab 400 Euro pro Monat“, so Thomas. Wer nicht so viel übrig hat, der sollte, um die fixen Gebühren zu verringern, statt 100 Euro pro Monat besser 300 Euro im Quartal einzahlen.

Während Anleger die traditionellen Aktienfonds kostenlos an die Fondsgesellschaft zurückgeben können, zahlen ETF-Anleger erneut beim Verkauf die üblichen Transaktionsgebühren – je nach Summe und Institut zwischen 0,1 und 1,0 Prozent – an die Bank. Darüber allerdings müssen sich Sparer erst in vielen Jahren den Kopf zerbrechen. Wenn dann ein hoffentlich hübsches Sümmchen auf dem Konto aufgelaufen ist, lassen sich diese Kosten am ehesten verschmerzen.

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