Flexi-Rente So planen Sie Ihren Ruhestand richtig

Die Älteren kommen noch gut hin, aber immer mehr Rentenbeitragszahler sind mit ihren Ruhestandsperspektiven unzufrieden. Jetzt gilt es, richtig zu planen und Rentenregelungen optimal auszunutzen.

Pläne für eine gute Rente machen. Quelle: Getty Images

Es ist die aktuellste Studie zur Lebenssituation älterer Menschen in Deutschland und sie macht Mut - zunächst: Für den Versicherungskonzern Generali hat das Institut für Demoskopie Allensbach mehr als 4100 Bürger im Alter zwischen 65 und 85 Jahren befragt. Ein zentrales Ergebnis: Die finanzielle Situation dieser Generation hat sich gegenüber der vorangegangenen Studie aus dem Jahr 2013 nochmals verbessert.

Zehn Prozent bezeichnen sie als sehr gut, 52 Prozent als gut. 31 Prozent halten ihre Einkommenssituation für durchschnittlich, nur sechs Prozent schätzen ihre wirtschaftliche Lage als eher schlecht oder schlecht ein. Unter dem Strich fühlen sich als knapp zwei Drittel mit ihrem Auskommen gut versorgt.

Dennoch ist laut Studie die Zufriedenheit insgesamt – also unter Berücksichtigung weiterer Aspekte wie Gesundheit, Teilhabe, Mitverantwortung und Aktivität leicht rückläufig. Geld allein ist eben doch nicht alles.

Altersvorsorge: So viel Rente darf der Standardrentner erwarten

Auch wenn die Versorgungslage heutiger Ruheständler mehrheitlich gut ist, ergeben sich für die Rentner der Zukunft und die öffentliche Hand große Herausforderungen. Fakt ist: Es wird mehr Rentner im Verhältnis zu Erwerbstätigen geben. Damit lässt sich auf Dauer – allen Wahlkampfversprechen von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zum Trotz – das Rentenniveau von heute nicht endlos fortschreiben, ohne die Erwerbstätigen stärker zu belasten. Die finanzielle Situation der Rentner und die Belastung des Staatshaushalts werden sich in den kommenden Jahrzehnten verschärfen.

Rentner von morgen: schlechter versorgt und unzufriedener

Andreas Kruse, Direktor am Institut für Gereontologie der Universität Heidelberg und Vorsitzender der Altersberichtskommission der Bundesregierung, sieht in der Generali Altersstudie einen Beleg dafür, dass Menschen im Rentenalter diese Lebensphase mit Möglichkeiten und Grenzen verbinden. "Es darf nicht mehr nur darum gehen, alte Menschen zu versorgen", sagt Kruse. "Vielmehr brauchen wir Strukturen, in denen Menschen zugleich Sorge empfangen und Sorge tragen können – und war unabhängig von ihrem Alter und körperlichen oder kognitiven Einbußen."

In Sachsen-Anhalt ist Ihre Rente am meisten wert
Große UnterschiedeRente ist nicht gleich Rente. Je nach Preisgefüge einer bestimmten Region sind 1000 Euro Rente in Deutschland unterschiedlich viel wert. Um bis zu 50 Prozent variiert die Kaufkraft der Ruheständler, das ergab eine Studie des Forschungsunternehmens Prognos im Auftrag der Initiative „7 Jahre länger“. Für die Analyse wurden die Lebenshaltungskosten in insgesamt 402 Landkreisen verglichen. Im Bundesdurchschnitt liegen diese bei 1000 Euro. Der statistische Warenkorb für Lebenshaltungskosten wurde dafür an die Bedürfnisse von Rentnern angepasst. Unter anderem wurden Ausgaben für Ärzte und Medikamente stärker gewichtet. Quelle: dpa
Dom Magdeburg, Sachsen-Anhalt Quelle: dpa
Saarschleife, Saarland Quelle: dpa/dpaweb
Schweriner Schloss, Mecklenburg-Vorpommern Quelle: dapd
Silhouette der Stadt Hannover, Niedersachsen Quelle: dpa
Dom Erfurt, Thüringen Quelle: dpa
Bremer Stadtmusikanten, Bremen Quelle: dpa
Semperoper Dresden, Sachsen Quelle: dpa
Leuchtturm Westerhever, Schleswig-Holstein Quelle: dpa
Fernsehturm, Berlin Quelle: dpa
Potsdam, Brandenburg Quelle: dpa
Rheinufer Mainz, Rheinland-Pfalz Quelle: dpa
Bankenskyline Frankfurt, Hessen Quelle: dpa
Kölner Dom, Nordrhein-Westfalen Quelle: dpa
Bodensee, Baden-Württemberg Quelle: dpa
Hamburger Hafen, Hamburg Quelle: dpa
Oktoberfest München, Bayern Quelle: dpa/dpaweb

Angesichts der besseren Gesundheit älterer Menschen und der steigenden Lebenserwartung wird es also darum Gehen, die Ruheständler stärker am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Das erreichen Ruheständler aus gehobenen sozialen Schichten heute schon überproportional häufig. Rentner mit geringerem Einkommen und niedrigerem sozialen Status sind hingegen oft gesundheitlich eingeschränkt, von modernen Techniken überfordert und insgesamt deutlich unzufriedener. Angesichts der demografischen Entwicklung ist es naheliegend, dass künftige Ruheständler nochmals deutlich unzufriedener seien werden.

Doch es gibt Auswege. Und Teilzeitarbeit im Alter kann einen wesentlichen Beitrag leisten. Schließlich bedeutet sie Teilhabe am Arbeitsleben, an technischen Entwicklungen, Kontakt zur jüngeren Kollegen und vieles mehr.

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