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Geldpolitik Inflationsrate in Großbritannien steigt auf höchsten Stand seit zehn Jahren

Im Oktober ziehen die Preise in Großbritannien um 4,2 Prozent an. Nun richtet sich der Blick gespannt auf die Sitzung der Bank on England im Dezember.

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Die Notenbank könnte als erste große Zentralbank der Welt nach dem Corona-Ausbruch die Zinsen anheben. Quelle: Reuters

Der stärkste Anstieg der Verbraucherpreise seit zehn Jahren lässt eine Zinserhöhung in Großbritannien näher rücken. Die Preise stiegen im Oktober um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt am Mittwoch in London mitteilte.

Damit hat sich der Auftrieb erheblich beschleunigt: Im September hatte die Inflationsrate bei 3,1 Prozent gelegen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten zwar einen weiteren Anstieg erwartet, allerdings nur auf 3,9 Prozent. „Der größte Aufwärtsdruck kam von Strom, Gas und anderen Brennstoffen“, erklärten die Statistiker die Entwicklung.

Damit steigt nun die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of England als erste große Zentralbank der Welt nach dem Corona-Ausbruch ihre Zinsen anheben wird. Experten gehen davon aus, dass dies noch in diesem Jahr passieren wird – und zwar am 16. Dezember.

Mit höheren Zinsen werden Kredite teurer, was die Nachfrage dämpfen und so den Preisanstieg in Zaum halten kann. Zudem dürfte damit die Landeswährung Pfund aufwerten, wodurch sich Importe verbilligen könnten.

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