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Italien Unicredit plant offenbar massive Einschnitte im Deutschlandgeschäft

Noch ist nichts endgültig entschieden – aber es deutet alles darauf hin, dass das in München beheimatete Deutschlandgeschäft von den Jobstreichungen der Unicredit maßgeblich betroffen sein dürfte.

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Die Rentabilität der Bank soll steigen. Am 9. Dezember wird eine neue Strategie vorgelegt. Quelle: Reuters

Die italienische Großbank Unicredit plant informierten Kreisen zufolge massive Einschnitte im Deutschlandgeschäft. Bis zu 1500 Stellen könnten bei der Hypo-Vereinsbank (HVB) abgebaut werden – die Hälfte der weltweit geplanten Streichungen, die Konzernchef Andrea Orcel ankündigen dürfte, berichten Personen, die mit den Plänen vertraut sind.

Orcel präsentiert am 9. Dezember eine neue Strategie, mit der er die Rentabilität des Mailänder Geldhauses ankurbeln will. Teil der Strategie soll der Abbau von rund 3000 Stellen sein. Nun stellt sich heraus, dass vor allem das in München beheimatete Deutschlandgeschäft von den Kürzungen betroffen sein dürfte.

Entschieden ist der Umfang des Stellenabbaus weder auf Konzernebene noch in Deutschland. Betroffen sollen hauptsächlich Back-Office-Jobs sein. Die Zahl beinhaltet auch Tochterunternehmen der HVB.

Zusammen mit bereits vom vorigen CEO Jean Pierre Mustier beschlossenen, aber noch nicht umgesetzten Maßnahmen könnte die HVB-Belegschaft in den kommenden Jahren den Angaben zufolge im schlimmsten Fall auf 8000 schrumpfen - das wären dann 30 Prozent weniger als die 11.500 Mitarbeiter, die per Ende Juni auf dem Gehaltszettel standen, heißt es. Ein Banksprecher wollte die Angaben nicht kommentieren.

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    Die Effizienz der HVB liegt seit Jahren erheblich unter der anderer Unicredit-Sparten – und das trotz zahlreicher Initiativen zur Restrukturierung. Die Belegschaft von ehemals 19.400 wurde in der vergangenen Dekade bereits um mehr als 40 Prozent ausgedünnt. Die Anzahl der Filialen fiel dabei von 934 auf 577.

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