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KfW-Studie Banken vergeben immer weniger Kredite

Laut einer neuen Studie flaut das Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen weiter ab. Trotzdem zeigt sich die KfW optimistisch.

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Die KfW gab bekannt, dass das Kreditneugeschäft weiter fällt. Quelle: dpa

Die Kreditvergabe der deutschen Banken schrumpft weiter. Nach einer Prognose der KfW fiel das Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen im dieser Woche zu Ende gehenden zweiten Quartal um neun Prozent, wie die staatliche Förderbank am Dienstag mitteilte. Im ersten Quartal kam es zu Einbußen von 6,5 Prozent.

Für Banken ist eine geringere Darlehensvergabe problematisch, weil sie weniger Zinsen einnehmen und die ohnehin unter Druck stehenden Erträge noch stärker belastet werden. Volkswirtschaftlich kann eine sinkende Kreditnachfrage darauf hindeuten, dass Unternehmen weniger investieren und damit weniger wachsen.

KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib ist allerdings nicht beunruhigt. „Ich gehe davon aus, dass die Veränderungsrate des Kreditneugeschäfts im Sommer ihren Tiefpunkt durchschreitet“, erklärte sie. Angesichts der zuletzt starken Aufhellung der wirtschaftlichen Stimmung könne die Investitionstätigkeit der Firmen schneller zurückkehren als derzeit erwartet.

Zudem sei der Rückgang im ersten und zweiten Quartal unter anderem darauf zurückzuführen, dass in den ersten Monaten 2020 wegen der Wirtschaftskrise in Folge der Pandemie deutlich mehr Kredite vergeben wurden als sonst üblich, erläuterte die KfW. Ihre Analysten gehen davon aus, dass etwa ein Drittel des Rückgangs auf diesen Basiseffekt zurückzuführen ist.

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