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Konjunktur Bundesbank-Chef Weidmann: Wirtschaftliche Erholung verliert an Schwung

Die Coronakrise dürfte die Wirtschaft in Deutschland noch länger beschäftigen, warnt Bundesbank-Chef Jens Weidmann. Der Aufschwung werde flacher.

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Waren die jüngsten Konjunkturprognosen vielleicht doch zu optimistisch? Der Bundesbank-Chef geht davon aus, dass sich der Aufschwung der deutschen Wirtschaft abflacht. Quelle: dpa

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat sich zum Tempo der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland etwas vorsichtiger geäußert als zuletzt die Bundesregierung. Aus seiner Sicht verliert die Erholung inzwischen an Dynamik.

„Obgleich der Aufschwung anfangs V-förmig erschien, wird er tatsächlich flacher“, sagte Weidmann am Montag in einer Rede für eine Finanzkonferenz. Dies sei erwartet worden. „Die Erholung der deutschen Wirtschaft wird sich wahrscheinlich in die Länge ziehen und für einige Zeit unvollständig bleiben.“ Denn noch immer sei das Wirtschaftsleben eingeschränkt.

Anfang September hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier noch davon gesprochen, dass der Aufschwung nach dem Lockdown schneller und dynamischer vonstattengehe als gedacht.

Weidmann sagte, die Wirtschaft habe den Tiefpunkt hinter sich gelassen. „Und während die ersten paar Meter des Hinauskletterns aus der Talsohle relativ einfach waren, ist der Weg nach oben zum vormaligen Niveau noch immer lang und mit Unsicherheiten behaftet“, fügte er hinzu. Entscheidend ist aus Sicht des Bundesbank-Präsidenten, wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Bund und Länder hatten vergangene Woche angesichts steigender Positiv-Tests die Auflagen in der Corona-Krise verschärft.

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