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Cateringbranche Streetfood-Expansion mit McKinsey-KnowHow

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Geld vom Ex-McKinsey-Chef für den Streetfood-Plan


Die Gefahr, die auf der Straße lauert, sieht auch der Geschäftsführer eines etablierten Caterers aus Köln. „Die stellen dir stylische Trucks vor die Tür, aus denen sie Speisen aus aller Herren Länder zaubern,“ sagt der Chef des Unternehmens mit 50 Mitarbeitern. „Das ist natürlich ein ganz anderes Flair als lange Tische mit den bekannten Warmhaltebehältern aus Edelstahl.“

Sieben bis acht Milliarden Euro schwer soll der Catering-Markt in Deutschland sein. 15 000 Unternehmen, darunter Hotels, Restaurants und Handwerksbetriebe, tummeln sich darin. Die Preise für ein Catering variieren durch die gewählte Art des Caterings. Doch im Schnitt kostet ein Buffet 20 bis 60 Euro pro Person, Fingerfood rund 20 bis 35 Euro. „Wir liegen bei 15 bis 25 Euro pro Person“, sagt Dinter.

Ein dreistelliges Umsatzwachstum seit Unternehmensgründung, die Gewinnschwelle schon nach zwei Jahren erreicht und eine Liste mit Topkunden wie Lufthansa, Bayer, Nike, Mercedes-Benz, Porsche oder Bosch: Der Erfolg von Celebrate Streetfood blieb nicht im Verborgenen. So wurde im vergangenen Jahr Frank Mattern auf Dinter und Meiser aufmerksam. Der langjährige McKinsey-Deutschland-Chef, der vor wenigen Wochen bei der Unternehmensberatung ausgeschieden ist, investierte zusammen mit seinem McKinsey-Mitstreiter Carl-Stefan Neumann in das junge Unternehmen. „Anfangs waren wir natürlich skeptisch“, sagt Dinter und schmunzelt. „McKinsey eben.“ Im Nachhinein sei es jedoch ein „absoluter Glücksgriff“ gewesen. „Die haben sich echt Zeit genommen für uns und uns ihr riesiges Netzwerk geöffnet.“

Ebenfalls mit an Bord ist auch Florian Michajlezko, Mitgründer des Ranzen- und Rucksackherstellers Ergobag aus Köln. Die Mehrheit der Anteile liegt jedoch nach wie vor bei Dinter und Meister.

Alle gemeinsam wollen in den kommenden Jahren kräftig expandieren. Um flexibler und schneller deutschlandweit agieren zu können, wird die Foodtruckflotte auf bis zu 50 Fahrzeuge ausgeweitet. Ausserdem sollen neue Niederlassungen voraussichtlich in München, Berlin und im Ruhrgebiet hinzukommen.

Der Anteil des Eventgeschäfts wird dann zu Gunsten des Cateringanteils weiter schrumpfen: von heute 30 auf 10 Prozent. Bis 2020 soll der Umsatz, der aktuell bei rund drei Millionen Euro liegt, jedes Jahr verdoppelt werden. „Wenn wir genügend Mitarbeiter für unseren Wachstumskurs finden, dürften wir in drei Jahren bei knapp 25-Millionen-Euro liegen“, sagt Dinter.

Dafür haben sich die Hessen breit aufgestellt und bieten mittlerweile vier verschiedene Essenskonzepte. Neben Burritos und Trinity BBQ bringen sie Burger Unlimited (Pulled Beef und Pulled Pork Burger) und Cucina Nostra (Steinofenpizza und frische Pasta) auf die Straße. Jeder Truck, der komplett umgebaut und ausgerüstet zwischen 100.000 und 120.000 Euro kostet, ist mit wenigen Handgriffen vom einen auf das andere Konzept umrüstbar.

In der für die Cateringbranche lukrativen Wintersaison mit ihren unzähligen Firmenweihnachtsfeiern wird auch Celebrate-Streetfood-Mitarbeiter Gunther wieder auf Reise gehen - mit einem Weihnachtsmenü an Bord: Pulled-Turkey und Pulled-Goose-Burger, BBQ-Gans, Rotkohl, Maronensuppe und Bratäpfel.

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