Matthias Warnig "Putin gibt mir keine Instruktionen"

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Matthias Warnig Quelle: Marcus Simaitis für WirtschaftsWoche

Der Chef der russischen Gazprom-Tochter Nord Stream 2, Matthias Warnig, über Kritik an seinem Freund Putin und die Angst der Europäer vor den USA.

Matthias Warnig freut sich, mal wieder in Düsseldorf zu sein. Der Chef der Gazprom-Tochter Nord Stream 2 kennt die Stadt gut. Im Stadtteil Bilk hat er Ende der Achtzigerjahre gelebt, unter ganz normalen westdeutschen Familien, erzählt Warnig. Als „Offizier im besonderen Einsatz“ hatte ihn die Stasi damals nach Nordrhein-Westfalen geschickt, um die westdeutsche Wirtschaft auszuspionieren. Zur Tarnung ­arbeitete der ostdeutsche Spion offiziell in der Düsseldorfer DDR-Handelsmission. Auf deren Dach hatte der westdeutsche Verfassungsschutz seine Technik installiert, erinnert sich Warnig. Man habe alles mitgehört und sei deshalb bestens informiert gewesen, sagt der 62-Jährige heute lachend.

 
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