Balkan: Diplomaten: Bosnien-Herzegowina soll EU-Beitrittskandidat werden
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Zoran Tegeltija, Ministerpräsident von Bosnien und Herzegowina, vor Beginn einer Konferenz in Berlin.
Foto: IMAGO/Christian SpickerEndgültig abgesegnet werden muss die Vorlage an die EU-Kommission demnach noch von den Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel am Donnerstag. Ein Diplomat sprach von einem „diplomatischen Signal mit Blick auf die gegenwärtige geopolitische Situation“.
Bevor die Beitrittsverhandlungen allerdings formell aufgenommen werden, muss Bosnien-Herzegowina noch einige Reformen umsetzen, wie es weiter hieß.
Das Land reiht sich damit als Beitrittskandidat ein in die anderen Staaten des westlichen Balkans: Albanien, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien. Kosovo strebt den Schritt ebenso an. Der Vielvölkerstaat Bosnien-Herzegowina wartet schon lange auf diese Entscheidung der EU.
Weitere EU-Beitrittskandidaten sind die Ukraine, Moldawien und die Türkei. Ein Beitritt zur Europäischen Union kann mitunter aber Jahrzehnte dauern.