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Britische Notenbank Bank of England könnte nach Brexit schneller als erwartet die Zinsen erhöhen

Laut Notenbank-Mitglied Michael Saunders könnte ein geregelter EU-Austritt seines Landes die Wirtschaft ankurbeln und Zinsanhebungen rechtfertigen.

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Die Finanzmärkte rechnen erst Ende 2019 mit der nächsten Zinserhöhung. Quelle: dpa

Berlin Die Bank of England könnte sich nach einem geordneten Brexit nach Einschätzung ihres Mitglieds Michael Saunders schneller als von Investoren erwartet zu einer Zinserhöhung veranlasst sehen.

Zwar seien die Auswirkungen des Brexit für die Zentralbank weiter unklar, sagte Saunders am Donnerstag vor Managern in Bath. Ein geregelter Austritt seines Landes aus der EU mit einer Übergangslösung könnte der Wirtschaft allerdings einen Schub geben und möglicherweise weitere Zinsanhebungen rechtfertigen.

Es sei auch schwierig vorauszusagen, wie die Notenbank auf einen ungeordneten Brexit reagieren müsste. Dann könnte es möglicherweise durch höhere Inflation und geringeres Wachstum Druck für eine Zinssenkung geben. „Die Folgen für die Geldpolitik könnten in beide Richtungen gehen.“

Die Finanzmärkte rechnen erst Ende 2019 mit der nächsten Zinserhöhung. Saunders war einer der ersten Verfechter für die Zinswende in Großbritannien, die die Notenbank im November 2017 einleitete. Die Inflation liegt bereits seit längerem über der Zielmarke der Notenbank von zwei Prozent.

Großbritannien soll am 29. März 2019 aus der EU austreten. Seit einer Woche liegt ein Austrittsvertrag vor. Allerdings ist ungewiss, ob Premierministerin Theresa May angesichts des starken Widerstands in ihrer eigenen Partei und bei der Opposition im Unterhaus die notwendige Zustimmung erhält. Versagt das Parlament die Zustimmung, droht ein ungeordneter Brexit.

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